Emmys: Schicke Abräumer & ein Eklat

Strahlende Sieger gab es bei "Mad Men" und "Modern Family". Für Martin Scorsese und Kate Winslet gab's auch einen Emmy. Alec Baldwin sorgte für einen Eklat.

Und wieder war die Emmy-Verleihung die Nacht von "Mad Men". Schon zum vierten Mal in Folge gewann die Sixties-Serie, die zum modischen Stil-Vorbild wurde, den Emmy für die beste Drama-Serie.

Die Highlights der Emmys zum Durchklicken ... Die Serie um eine New Yorker Werbeagentur in den 1960er Jahren läuft seit 2007 in den USA. Das Nachsehen hatte "Boardwalk Empire", das "nur" mit 18 Nominierungen statt den 19 von "Mad Men" in die Ausscheidung gegangen war. Das Gangster-Drama war der Verlierer des Abends.

Im Bild: Die Hauptdarsteller Jon Hamm (li.) und Elisabeth Moss  mit "Mad Men"-Macher Matthew Weiner. Von den 18 Nominierungen konnte "Boardwalk Empire" nur einen Emmy einheimsen. Martin Scorsese wurde in der Nacht auf Montag in Los Angeles für die erste Staffel des Gangsterdramas für die beste Regie geehrt. Wie schon im Vorjahr, war die Comedy-Serie "Modern Family" wieder äußerst erfolgreich - die Familiensatire bescherte Ed O'Neil (Al Bundy in "Eine schrecklich nette Familie) ein großes TV-Comeback. 17 mal war die Serie nominiert. Außer dem Emmy für die beste TV-Komödie konnte die Geschichte vom bunten Alltag dreier Familien die beiden Nebendarstellerpreise gewinnen. Sie gingen an Ty Burrell und Julie Bowen (im Bild), die in "Modern Family" ein Ehepaar spielen. Weitere Preise wurden Regisseur Michael Alan Spieler (re.) und den beiden Drehbuchautoren Steve Levitan (Mitte) und Jeffrey Richman (li. ) für "Modern Family" überreicht. Hierzulande kennen wir Melissa McCarthy eigentlich nur als Köchin Suki bei den "Gilmore Girls". Seit dem Frühjahr läuft in den USA aber auch "Mike & Molly", eine Comedy über ein übergewichtiges Ehepaar in der McCarthy die Hauptrolle spielt. Für ihre Rolle als Molly bekam sie den nun promt den Emmy für die beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie. Kate Winselt kann nach dem Oscar für "Der Vorleser" jetzt auch einen Emmy auf ihren Kaminsims stellen. Sie gewann in der Kategorie beste Hauptdarstellerin in einer Mini-Serie für ihre Titelrolle in "Mildred Pierce". Mit der Rolle als Mutter, die in den Wirren der Weltwirtschaftskrise um die Liebe ihrer Tochter kämpft, setzte sie sich gegen Diane Lane, Jean Marsh, Taraji P. Henson und Elizabeth McGovern durch. Winslets Kollege Guy Pearce wurde ebenfalls als bester Hauptdarsteller in der Mini-Serie geehrt. Für Julianna Margulies  gab es den Emmy für die beste Darstellerin in der Drama-Serie "The Good Wife". Jim Parsons freute sich über seine Auszeichnung als bester Hauptdarsteller in der Comedy-Serie "Big Bang Theory". Bester Hauptdarsteller einer Drama-Serie ist Kyle Chandler  in "Friday Night Lights", die bei uns (noch) nicht gezeigt wird. Die Emmys für die besten Nebenrollen gingen an Peter Dinklage in "Game of Thrones" und ... ... Margo Martindale in "Justified". Das satirische "Nachrichtenprogramm" des Politkomödianten Jon Stewart ("The Daily Show With Jon Stewart") stach zum neunten Mal alle Konkurrenz aus, darunter auch die populäre Samstagabendshow "Saturday Night Live" mit Tina Fey. Durch das Programm führte die Schauspielerin Jane Lynch, die vor einem Jahr einen Emmy für ihre Rolle in der Musicalserie "Glee" entgegengenommen hatte. Zu den Promis, die die Gewinner bekanntgaben, gehörte auch Charlie Sheen. Er ließ es sich nicht nehmen, seinen Kollegen von der Sitcom "Two and a Half Men" ("Mein cooler Onkel Charlie") noch einmal offiziell Erfolg für die bevorstehende Saison zu wünschen - und zwar "aus der Tiefe meines Herzens". Er selbst war wegen Beleidigung des Produzenten aus der Serie geschmissen worden. Alec Baldwin (im Bild bei den Emmys 2009) sorgte für einen Eklat rund um die Emmy-Show. Der Sender Fox nahm einen Witz über den Abhörskandal um Medienmogul Rupert Murdoch aus der Aufzeichnung, die Baldwin zur Eröffnung der Gala zeigen sollte.  Es handelte sich um einen aufgezeichneten Comedy-Beitrag des Schauspielers, der sich als fiktiver Präsident einer Fernsehakademie in einem Telefonat darüber Sorgen machte, dass jemand das Gespräch mithöre. Empört sagte der Schauspieler die Teilnahme an der dreistündigen Live-Sendung im Nokia Theater ab und informierte seine Fans über den Kurznachrichtendienst Twitter. "Das ist bescheuert, weil ich denke, es hätte sie besser aussehen lassen", twitterte er.
(apa, red. / mich) Erstellt am
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