"Die Aufzucht"

© Patrizia Grecht / Foto: Julia Spicker

Patrizia Grecht
02/10/2014

Eine fotografische Hommage an Magritte

Die Fotoserie "Hommage an René Magritte" haucht der surrealen Kunst des Meisters Leben ein.

Eigentlich führt Patrizia Grecht einen Frisörsalon in Wien, doch auch als Künstlerin macht sie eine gute Figur. Für ihr letztes Projekt hat sie sich dem Surrealismus von René Magritte angenommen und stellte seine Bilder mit Hilfe ihrer Fotografin Julia Spicker nach.

Auf die Idee brachte sie die im vergangenen Jahr gezeigte Ausstellung "Wolken. Welt des Flüchtigen" im Leopold Museum, verrät sie im Interview mit KURIER. "Ich bin ein Fan des Surrealen. Als die Magritte-Ausstellung in Wien war habe ich eine Führung mitgemacht und fand den Menschen Magritte und seine Werke faszinierend. Da entstand zum ersten Mal die Idee mich mit Surrealismus und Magritte im Speziellen auseinander zu setzen."

Gesagt - getan. Grecht suchte gemeinsam mit Spicker die immer wiederkehrenden Requisiten wie Bowlerhut, Pfeife oder eine Katze. "Sogar das Muster der Tapete war eine Recherche wert", erzählt sie. Dennoch wollte sie nicht sie den Künstler abkupfern, sondern versuchte eigene Objekte, die sich wiederholen zu verwenden - die Fische, die Katze und der Hase zum Beispiel.

Die Bilder: "Hommage an René Magritte"

gedanken an den sommer _ pensees a lete 20x30.jpg

metropolis 20x30.jpg

die invasion _ linvasion 20x30.jpg

die ernte _ la recolte 20x30.jpg

fur charlie chaplin _ pour charlie chaplin 20x30.jpg

entscheidungen _ les decisions 20x30.jpg

frau eines fischhandlers _ femme du commercant de poissant 20x30.jpg

die aufzucht _ lelevage 20x30.jpg

die debutantin _ la debutante 20x30.jpg

comtesse madleine 20x30.jpg

Als reine Kopie der Werke will sie ihre sehenswerten Fotos nicht sehen, "ich habe Magritte interpretiert, Anregungen aus seiner Kunst genommen. Magritte wollte immer anders sein und hat gleichzeitig versucht in der Masse unterzugehen. Angepasst und doch nicht - das finde ich faszinierend", beschreibt sie ihre Intention zu der Fotoserie.

Als Frisörin spielen natürlich die Haare der Models eine besondere Rolle für Grecht, dennoch "mache ich nie reine Frisurenkollektionen und doch spielt Haar eine ausschlaggebende Rolle. Die surrealste Frisur ist die unter dem Bowlerhut, ich habe hinten nach vorne gekehrt. Auch wenn ich meine Frisuren als eigenständige Kunst-Werke sehe, sind sie aber stets Bildwelten unterworfen. Erst denke ich mir das Bild aus - dann die Frisur."

Gezeigt werden die Bilder ganz pragmatisch in ihrem Salon in der Operngasse im Freihausviertel und in der dazugehörigen Auslage. Ebenfalls lässt sie extra Postkarten drucken, die ihre Kunden vom Salon aus verschicken können.

Making Of

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.