© Julian Tapprich

Literatur
04/27/2019

Ein Roman über Liebe ... und Triceratops

Wie Erwin Uhrmann aus einer abschreckenden Handlung heraus die sehr schöne Geschichte "Toko" zauberte.

von Peter Pisa

Das glaubt man ja nicht: 1.) Ein Wiener Unilehrer, spezialisiert auf Weltuntergangsszenarien, bekommt im englischen Bath einen Lehrauftrag. 2.) Bevor er anreist, verbringt er noch den Silvester allein im Haus von Freunden in Irrlitz, einem fiktiven NÖ-Ort. Die Heizung funktioniert nicht. 3.) Die Nachbarin klopft an, sie leitet einen Saurierpark  – so einen wie in Traismauer – und bittet um Hilfe: Ihr Hund ist weg.
So geht „Toko“ vom in Wien lebenden Niederösterreicher Erwin Uhrmann (Bild),  und es könnte passieren, dass man auf den Roman gern verzichtet.

Verbrannt

Aber das glaubt man ja nicht: In diesem ... Gebilde hat  Uhrmann  wunderschön über den Triceratops und die Liebe geschrieben hat. Über Menschen, die sich finden, wenn 1.) und 2.) und überhaupt 3.) zutreffen.
Unaufdringlich geschliffen ist der Text, in dem es irrlichtert; in dem sogar noch Platz ist für den Wunsch, etwas zu hinterlassen, wenn man nicht mehr da ist. Der Hund ist eh da, und eine alte Leiche, die auch da ist, wird im Garten verbrannt.


Erwin
Uhrmann:
„Toko“
Limbus Verlag.
200 Seiten.
18 Euro.

KURIER-Wertung: ****

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