Die Sammlung Essl
Die Sammlung Essl in Klosterneuburg umfasst annähernd 7.000 Werke und zählt zu den größten und bedeutendsten privaten Sammlungen für zeitgenössische Kunst in Europa. Praktisch alle wesentlichen Kunstströmungen Österreichs sind mit Schlüsselarbeiten seit 1945 vertreten, aber auch internationale Pendants.
In den 1970er-Jahren beginnen Agnes und Karlheinz Essl, die einander in Amerika kennengelernt hatten, zeitgenössische Kunst zu sammeln. Werke von Friedensreich Hundertwasser und Kurt Moldovan markieren den Beginn. In den 1980er-Jahren wächst die Privatsammlung zur bedeutendsten Sammlung österreichischer Nachkriegskunst, den Kern bildet österreichische Kunst ab 1945 mit Werken u.a. von Maria Lassnig, VALIE EXPORT, Arnulf Rainer, Max Weiler, Markus Prachensky, Künstlern des Wiener Aktionismus wie Hermann Nitsch und Günter Brus, Malerei der 1980er-Jahre bis zur jüngeren Generationen wie Elke Krystufek und Clemens Wolf.
Museum
Die Ausstellungen der Sammlung finden sowohl im Essl Museum (Eröffnung 1999) als auch im Schömer-Haus, der Firmenzentrale von bauMax (Eröffnung 1987) in Klosterneuburg statt. Beide Häuser wurden vom österreichischen Architekten Heinz Tesar geplant. Seit Beginn der 1990er-Jahre wird auch verstärkt international gesammelt. Die Sammlung umfasst weiters Positionen zeitgenössischer Kunst aus Europa, den USA, Australien und Asien. Das zur Gänze privat finanzierte Museum versteht sich auch als Experimentierfeld für junge Kunst. Im Wechsel werden einmal jährlich „emerging artists“, junge, am Markt noch nicht etablierte Kunst, und die Preisträger des „Essl Art Awards CEE“ präsentiert.
Über Besucherzahlen und finanzielle Details hielt sich das Sammlerpaar stets bedeckt. Im Zuge der bauMax-Krise hat Karlheinz Essl nun die Sammlung der Republik angeboten. Kolportiert wird ein Buchwert von 86 Millionen Euro.
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