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Literatur

So wenig war bei Brunetti in Venedig noch nie los

Das ist der 31. Roman der Serie von Donna Leon. "Milde Gaben"

von Peter Pisa

07/08/2022, 02:30 PM

Das Mysteriöseste an Fall Nr. 31 ist: Es geschieht so wenig. In diesem Punkt ist Donna Leon, die heuer 80 wird, im Alter Spitze geworden: Man las bereits ein gutes GesprĂ€ch ĂŒber handgenĂ€hte Knopflöcher und vergaß dabei, dass man etwas Spannendes wollte.

Etwas Schlechtes

Diesmal ĂŒbertreibt es die Amerikanerin ein wenig. Commissario Brunetti erfreut sich am Schnitt eines Mantels, ĂŒber viktorianische Liebesromane und griechische Tragödien wird geredet, wĂ€hrend der Höhepunkt der Pandemie ĂŒberschritten ist, Brunetti keine Maske mehr trĂ€gt und sich die Verbrecher relativ ruhig verhalten.

Eine Bekannte aus Jugendtagen bittet um private Hilfe: Der Ehemann ihrer Tochter ist Buchhalter und so seltsam – sie fĂŒrchtet, „er tut etwas Schlechtes.“

„Milde Gaben“ (Titel), als Sozialleistungen gedacht, lassen die Gierigen nach Zentralamerika wandern. Außerdem ist ein Hund verschwunden, und Brunetti bekommt Risotto mit Radicchio aus Treviso.

Donna Leon:
„Milde Gaben“
Übersetzt von
Werner Schmitz.
Diogenes Verlag.
352 Seiten.
25,70 Euro

KURIER-Wertung: *** und ein halber Stern

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