© Ingo Pertramer

Literatur
11/13/2021

Sarah Satt: Roman über feines Essen und Katzenpisse

„Miss en Place“ heißt das Buch. Koriander bringt übrigens helle Flötentöne in die Küche

von Peter Pisa

Schau dir was an: Aroma von Katzenpisse kann im Bukett eines Sauvignon blanc durchaus erwünscht sein. Aber niemals darf es bei einer Weinverkostung nach Rexona-Deo riechen.

Sarah Satt aus Wien (= Sarah Krobath, Foto oben) wird schon recht haben. Sie ist „gastronomische Wissenschafterin“ (Universität Piemont), schrieb Bücher mit Lisl Wagner-Bacher, dem „Motto am Fluss“ ... und kommt im ersten Roman zum Schluss, frittierte Reisbällchen passen gar nicht schlecht zu Hip-Hop von Missy Elliott. So in etwa.

Zappas Austern

Jedenfalls muss eine junge (Musik-)Journalistin umlernen und über Essen schreiben. Aber wer bei Frank Zappas „Call Any Vegetable“ seinen Senf dazugeben kann, wird es auch bei pochierten Austern schaffen.

Sarah Satt verwandelt ihr Wissen in heitere Unterhaltung. Sie stellt Verbindungen her zwischen Koriander und Flötentönen und scharfer Chilisauce mit Tschinellen. Ihre gekochte Musik hat Geschmack.


Sarah Satt:
„Miss en Place“
CSV.
280 Seiten.
24 Euro

KURIER-Wertung: *** und ein halber Stern

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