Eva Rossmanns Nummer 21: Man stirbt nicht mit 100

Eva Rossmanns Nummer 21: Man stirbt nicht mit 100
Reporterin Mira Valensky ermittelt in Sardinien, wo die Autorin ihre zweite Heimat gefunden hat

Kichererbsen blähen weniger als Bohnen. Es ist schön, dass bei Eva Rossmann nicht nur gemordet, sondern auch gegessen (und dergleichen) wird. Die Grazerin hat auf Sardinien ihre zweite Heimat gefunden – wo es Bergkichererbsen gibt –, und da ist es verständlich, dass ihre Heldin, die Reporterin Mira Valensky, im 21. Krimi auf die Insel kommt. Für eine Reportage über die vielen über Hundertjährigen: Sardinien ist eine jener fünf Regionen weltweit mit der höchsten Lebenserwartung.

Sardonisch

Dass eine 102-jährige tot ist, kann man nicht wegwischen mit: Ist ja logisch. Noch dazu hatte sie das „sardonische Lächeln“ im toten Gesicht: Wenn man bestimmte Giftpflanzen serviert bekommt, zucken die Muskeln ein letztes Mal, man grimassiert.

Man wird von Tabletten erfahren, die das Leben verlängern sollen; und einen Schauspieler kennenlernen, der dafür Werbung macht.

Eine willkommene Abwechslung (und bläht überhaupt nicht).

Eva
Rossmann:

„Tod einer Hundertjährigen“
Folio Verlag.
288 Seiten.
24 Euro

KURIER-Wertung: *** und ein halber Stern

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