© Mahias Bothor photoselection

Literatur
05/23/2020

Das Wichtigste beim Reisen ist ein ziemlich bester Freund

Matthias Politycki und sein neuer Abenteuerroman "Das kann uns keiner nehmen"

von Peter Pisa

Matthias Politycki (Foto oben) ist ein mutiger Schriftsteller. Abenteuer hat er erlebt und überlebt, und hat er sie umgebaut, wurden sie zu literarischen Abenteuern mit der Gefahr des Stolpern (wie es in „Samarkand Samarkand“ 2013 schmerzhaft geschah).

Aber: „Nur zum Stolpern sind wir da“, so Matthias Politycki in „Das kann uns keiner nehmen“. Dann ist’s ja gut.

Tscharlie

Im neuen Buch ist die Gefahr nicht groß. Ziemlich-beste-Freunde-Bücher gefallen. Hat der Autor Stil, gefallen sie noch besser. Es ist ein Afrika-Roman. Man erfährt: Das Wichtigste beim Reisen ist ein Freund. Politycki verarbeitete, dass er vor 25 Jahren in Tansania fast gestorben wäre.

Im Krater des Kilimandscharo will ein Norddeutscher allein sein und sich erinnern – aber oben hat auch Tscharlie aus Bayern sein Zelt aufgeschlagen. Tscharlie begrüßt das „Hornbrillenwürschtl“ auf seine Art. Kommt anfangs nicht gut an. Wieso lieben Afrikaner Tscharlie? Weil er – wie er sagt – ganz Orinoco ist.


Matthias
Politycki:
„Das kann uns keiner nehmen“
Verlag Hoffmann
und Campe.
304 Seiten.
22,70 Euro

KURIER-Wertung: ****

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