© Christian Kerber

Literatur
02/29/2020

Buchkritik: Rudolf Ruschel mit "Ruhet in Friedberg"

Die Überraschung: Das ist kein Pseudonym des eigenwilligen Krimiautors Thomas Raab.

von Peter Pisa

Von Thomas Raab kommt im Mai die zweite Krimikomödie mit Frau Huber („Helga räumt auf“). Die grantige Alte hat ja 2018 den Metzger als Ermittler vorübergehend abgelöst.

Daran denkt man bei „Ruhe in Friedberg“: Man könnte nämlich glauben, Rudolf Ruschel – das ist der Autor, Foto oben – ist ein Pseudonym von seinem bekannten Kollegen Raab. Ist es aber nicht.

Zu schwer

Ruschel ist Niederösterreicher, der in Hamburg arbeitet und jetzt seinen ersten Roman vorlegt. Offensichtlich scheiterte sein Versuch, eine eigene Sprache zu finden. Die große Ähnlichkeit mit Raab’scher Eigenwilligkeit irritiert beim Lesen. Sogar das Cover mit den Särgen erinnert sehr an die Grafik auf dem Umschlag vom ersten Huber-Spaß.

Hauptrolle haben zwei Aushilfskräfte eines Bestatters. Wieso ist denn der Sarg vom Ornatschek Willi so schwer? Der Willi hatte doch nie 160 Kilo! Der Krimi kann beginnen. Er ist eh haha lustig.


Rudolf Ruschel:
„Ruhet in Friedberg
Verlag btb
304 Seiten
10,30 Euro

KURIER-Wertung: ***

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