Denis Menochet und Isabelle Adjani in "Peter von Kant" von François Ozon.

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Kultur
01/12/2022

Berlinale: Drama von François Ozon eröffnet Präsenzfestival

Die 72. Ausgabe der Filmfestspiele wird mit "Peter von Kant" von François Ozon eröffnet.

Die heurige Berlinale soll im Februar trotz gestiegener Infektionszahlen auch in Deutschland stattfinden - allerdings mit verschärften Regeln. Die Kapazitäten in den Kinos werden begrenzt, außerdem soll die 2G-plus-Regel gelten. "Wir sind uns der Herausforderungen bewusst, die durch den unberechenbaren Verlauf der Pandemie entstehen", teilte die Festivalleitung am Mittwoch mit.

"Gleichzeitig meinen wir, dass die Kultur eine so elementare Rolle in der Gesellschaft spielt, dass wir den Aspekt nicht aus den Augen lassen möchten", hieß es weiters.

Die nächste Ausgabe soll nun wie geplant am 10. Februar beginnen. Zutritt sollen demnach nur Menschen haben, die bereits gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sind. Außerdem braucht man einen Coronatest (2G-plus) und einen Mund-Nase-Schutz. Das Konzept sehe auch eine grundsätzliche Reduktion der Platzkapazitäten in den Berlinale-Kinos auf 50 Prozent vor, hieß es. "Pandemiebedingt werden Partys und Empfänge nicht stattfinden können."

Für Filmteams werde es jedoch "in einem reduzierten Format" Auftritte auf dem roten Teppich geben. Wer allerdings letztlich anreisen kann und wird, war zunächst nicht bekannt. Zur Berlinale kommen üblicherweise Filmschaffende aus vielen Ländern. Teile des Festivals werden ins Internet verlegt, etwa die Messe European Film Market und die Reihe Talents für junge Filmschaffende.

Eröffnungsfilm

Die 72. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele Berlin wird mit dem Drama von François Ozon "Peter von Kant" mit Denis Menochet, Isabelle Adjani und Hanna Schygulla in den Hauptrollen eröffnet.

Der französischsprachige Film läuft im internationalen Wettbewerb und hat seine Weltpremiere am 10. Februar 2022 im Berlinale Palast. Der Spielfilm ist eine Adaption von Rainer Werner Fassbinders berühmtem Film "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" (1972).

Fest steht auch bereits, dass die französische Schauspielerin Isabelle Huppert soll den Goldenen Ehrenbären der Berlinale bekommen. Als Jurypräsident wurde Regisseur M. Night Shyamalan ("The Sixth Sense") ausgewählt. Und mit Lydia Nsiahs "vs", einem Found-Footage-Kurzfilm, gibt es auch schon einen ersten österreichischen Fixstarter, der in der experimentellen Sektion "Forum Expanded" gezeigt wird.

Das ganze Programm der Berlinale soll kommenden Mittwoch (19. Jänner) veröffentlicht werden.

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