Kultur
26.06.2018

Aufregung um mögliche Banksy-Wandbilder in Paris

Eine Serie von Street-Art-Kunstwerken wird dem anonym arbeitenden Briten zugeschrieben. Der Künstler selbst lässt das Rätsel bisher offen.

Wandbilder im Stil des geheimnisumwitterten Street-Art-Künstlers  Banksy sorgen in Paris für Wirbel. Seit Tagen wird in Medien und sozialen Netzwerken über die unsignierten Kunstwerke spekuliert. Eine Sprecherin des Briten äußerte sich am Dienstag auf Anfrage vorerst nicht dazu, ob die seit vergangener Woche entdeckten Bilder von ihm stammen, stellte aber eine baldige Stellungnahme in Aussicht.

Der Gründer des französischen Kulturmediums "Artistik Rezo", Nicolas Laugero Lasserre, zeigte sich überzeugt, dass Banksy tatsächlich in Paris unterwegs war. "Gut eine Woche vor der Entdeckung des ersten Wandbildes (...) hatten wir von mehreren Quellen gehört, dass Banksy in Paris sei", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Bild übersprüht

Besonders viel Aufsehen erregte die Darstellung eines Mädchens, das ein Hakenkreuz mit einem rosa Muster übersprüht. Sie wurde in der Nähe einer früheren Erstaufnahmeeinrichtung für Migranten am nördlichen Rand der französischen Hauptstadt gefunden. Banksy war schon häufiger mit politischen Botschaften aufgefallen. Das Bild ist inzwischen selbst übersprüht worden.

Andere sind aber noch zu sehen - darunter ein Mann, der einem Hund mit amputiertem Bein einen Knochen hinhält, während er eine Säge hinter seinem Körper versteckt. Zuletzt tauchte auch ein Bild beim Musikclub "Bataclan" auf, der 2015 Ziel eines islamistischen Anschlags war. An einer Tür in der Seitenstraße, in die damals Konzertbesucher durch Notausgänge flohen, ist eine trist wirkende weiße Figur zu sehen.

Über Banksys Identität ist viel spekuliert worden, bestätigt wurde sie bisher nicht. Wandstücke mit Graffiti des Straßenkünstlers wurden bei Auktionen teils für mehr als 100.000 US-Dollar versteigert.