Kultur
02.11.2018

Ari-Rath-Ehrenpreis an KURIER-Herausgeber Helmut Brandstätter

„Ari Rath Preis für kritischen Journalismus“ an Silvana Meixner von „Heimat Fremde Heimat“.

Der erstmals verliehene „ Ari Rath Ehrenpreis geht an KURIER-Herausgeber Helmut Brandstätter. Eine Experten-Jury hat die Auszeichnung einstimmig vergeben. Sie sei "ein Signal gegen autoritäre politische Tendenzen, Medienzensurversuche, Fake News und hetzerischen Boulevard", hieß es in der Begründung.

Brandstätter habe "immer wieder konsequent bewiesen, dass die liberale Demokratie durch offene und professionelle journalistische Analyse in Bewegung gehalten und gegen Mißbrauch geschützt werden muss". Er sei von jener "raren Sorte von Medienmachern, die auch in scheinbar orientierungslosen und hoch emotionalisierten Zeiten, mit populistisch- bis extremistischen Diskussionen über Flucht, Migration und Terror, Prinzipien wie journalistische Qualität und offene Intervention zu Gunsten einer funktionierenden demokratischen Kultur hochhalten."

Der ebenso von der Jury vergebene „Ari Rath Preis für kritischen Journalismus“ geht ebenfalls einstimmig an Silvana Meixner von  der ORF-Sendung „Heimat Fremde Heimat": Vor 25 Jahren wurde Meixner "durch eine Briefbombe schwer verletzt. Unbeeindruckt davon engagierte sie sich weiter journalistisch für geflüchtete Menschen, ethnische Minderheiten und Menschenrechte", heißt es in der Begründung. "Sie hat im ORF ein Team erstklassig arbeitender Journalistinnen und Journalisten aufgebaut, die inzwischen weit über die Stammredaktion von ,Heimat Fremde Heimat' hinausstrahlt."

Der Preis

Die Auszeichnung wurde eingerichtet, um im Sinne des im Jänner 2017 verstorbenen renommierten ehemaligen Chefredakteurs der Jerusalem Post Journalistinnen und Journalisten auszuzeichnen, die sich in ihrer Arbeit um eine kritische und der Wahrung der Menschenrechte verpflichtete Berichterstattung über Flucht, Vertreibung und Asyl in hervorragender Weise verdient gemacht haben. Ari Rath war am 2. November 1938 als Kind im Alter von 13 Jahren nach der nationalsozialistischen Machtübernahme mit Gewalt vertrieben worden und hat in Palästina und später im Staat Israel eine neue Heimat gefunden. In den letzten Jahren lebte Ari Rath Großteils in Wien und wirkte als kritischer Mahner für eine demokratische und friedliche Zusammenarbeit der Menschen. Als Zeitzeuge des nationalsozialistischen Terrors plädierte er immer wieder für die absolute Ablehnung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die er in vielen Vorträgen und Gesprächen mit Schülern über den Antisemitismus hinaus als Botschaft vermittelte.

Der Preis, wird rund um den internationalen Tag der Pressefreiheit im Mai 2019 im Radio Kulturhaus in Kooperation mit den Wiener Vorlesungen und ORF III verliehen werden.