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Kultur
07/13/2022

Ambros geht noch einmal auf große "Watzmann"-Tour

Prokopetz, Eberhartingen und Fälbl stehen mit auf der Bühne des Austropop-Seniors. Tourstart im September.

Austropop-Historiker werden die Ohren spitzen: Wolfgang Ambros geht noch einmal auf "Watzmann"-Tournee. Das legendäre Rustical wird mit "in der für alle Beteiligten besten Besetzung" (Producer und Ambros-Manager Peter Fröstl) auf die allerletzte Konzertreise wie Wolfgang Ambros, Joesi Prokopetz und Christoph Fälbl in Berchtesgaden angekündigt haben.

München als Startpunkt

Tourstart ist am 12. September in München, der erste Österreich-Termin ist der 21. September in Salzburg. Alles zusammen sind 24 Abende geplant - all das mit rund zweijähriger "Corona-Verspätung". Als "Gailtalerin" ist einmal mehr EAV-Frontman Klaus Eberhartinger mit dabei, der allerdings bei dem Pressetermin wegen einer Erkrankung kurzfristig passen musste. Joesi Prokopetz schwärmte: "Der Klaus ist die beste 'Gailtalerin', die wir je hatte - allein die B-e-i-n-e des Herrn Eberhartinger!".

50 Jahre alt

Nicht ganz einig waren sich Ambros, Prokopetz und Fälbl, was eine Aktualisierung des 50 Jahre alten Stücks betrifft: Während Fälbl und Prokopetz im Brustton der Überzeugung zunächst betonten: "Wir werden nix ändern, nix modernisieren", klang es wenig später und ein gefühltes Dutzend an "Sagern" und hin- und herlaufenden Gags doch ein bissl anders. Ambros: "Das wird sich bei den Proben ab Anfang September entwickeln." Und eventuelle musikalische Änderungen? "Die kommen aus dem Bauch." Fälbl meinte: "Die Realität geht den Menschen ja ohnedies schon schwer auf die Nerven. Wir möchten die Leute zwei Stunden ablenken". Dauer-Gag-Produzent Prokopetz ergänzte sehr ernsthaft: "Alle schwachmatischen Witzchen zu Corona sind schon gemacht worden. Und über die Ukraine sind keine Witze angebracht."

Slapstick-artiges Bergbauern-Drama

"Der Watzmann ruft" wurde genau vor 50 Jahren vom - damaligen - Prokopetz- und Ambros-Freund Manfred O. Tauchen im Grundkonzept geschrieben, und zwar als Slapstick-artiges Bergbauern-Drama bzw. eigentlich als Parodie auf das volkstümliche Theatergenre sowie als Gegenpol zu den damals herrschenden, extrem konservativen Lebenskonzepten. Prokopetz lieferte die Liedtexte, die von Ambros vertont wurden. Noch 1972 gab es einer erste Bühnenfassung bei den Wiener Festwochen, auf Platte erschien das Werk schließlich 1974.

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