Kultur 08.12.2011

Abschied von Ludwig Hirsch

© Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Seit 9 Uhr können sich Fans und Freunde am Wiener Zentralfriedhof von Ludwig Hirsch verabschieden. Die offizielle Trauerfeier folgt um 15 Uhr.

Freunde und Fans haben dem am 24. November verstorbenen Ludwig Hirsch am Mittwoch ihren Respekt gezollt. Nach der öffentlichen Aufbahrung am Wiener Zentralfriedhof folgt um 15.00 Uhr die offizielle Verabschiedung, zu der zahlreiche Prominente Austro-Pop-Weggefährten erwartet werden. Laut Bestattung Wien werden unter anderem Maria Bill, Stefanie Werger, Christian Kolonovits und das STS-Bandmitglied Helmut Röhrling alias Schiffkowitz kommen.

Auch Klaus Maria Brandauer und der Direktor des Theaters in der Josefstadt, Herbert Föttinger, sollen an der Feier teilnehmen. Die Beisetzung der Urne des im Alter von 65 Jahren verstorbenen Künstlers erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Gersthof.

Emotionaler Abschied

Als die Halle 2 am Zentralfriedhof Mittwochfrüh um 9.00 Uhr aufsperrte, hatten sich bereits eine Handvoll Menschen vor der Tür versammelt. Die vor allem älteren Personen nahmen sehr emotional Abschied von dem Künstler und trugen sich zu den Klängen seiner vertonten Geschichten in die aufgelegten Kondolenzbücher ein. Statt Trauerparten lagen Autogrammkarten auf. "Er war einfach einmalig. Schade, er ist viel zu früh von uns gegangen", meinte ein Ehepaar im APA-Gespräch, das dem gebürtigen Steirer die letzte Ehre erwies.

Der Raum war mit zahlreichen Kränzen, die unter anderem vom Theater in der Josefstadt oder von Bürgermeister Michael Häupl gespendet worden waren, geschmückt. Ein Bild von Hirsch, als er mit Sonnenbrille und Zigarette in der Hand zum Abschied winkt, hing an der Wand und eine Jacke von ihm war ausgestellt. "Er war, genauso wie Christian Kolonovits oder Georg Danzer, ein großes Vorbild für mich, aber ich bin schon immer mehr am Friedhof und muss mich verabschieden", erzählte ein 60-jähriger Mann.

Ein anderer Trauergast zeigte sich vom Ableben tief bewegt und sagte weinend, dass er "auch mit seiner Frau über seine Probleme reden hätte können", um dem Freitod zu entkommen. Im Anschluss an die Verabschiedung besucht der Mann das Grab seines Bruder: "Der war auch so ein großer Fan. Ich mag seine Musik auch, obwohl er so viel vom Tod singt." Eine Frau zollte dem Interpreten Respekt, dessen Anhängerin sie seit einem Konzert ist: "Ich höre noch jeden Tag seine Lieder und habe für Weihnachten noch das letzte Hörbuch in der Buchhandlung ergattert."

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Erstellt am 08.12.2011