Bacon-Triptychon verfehlt Auktionserwartung

Für "Three Studies for a Portrait of John Edwards" gab es nur 72 Millionen Dollar - 80 wurden erwartet.

Trotz eines Auktionsrekordes vor einem halben Jahr mit einem Triptychon des irischen Malers Francis Bacon hat ein ganz ähnliches Bild jetzt die Erwartungen der Kunsthändler enttäuscht. "Three Studies for a Portrait of John Edwards" ging am Dienstagabend bei Christie's in New York zwar für beachtliche 72 Millionen Dollar (53 Mio. Euro) weg. Intern hatte Christie's jedoch mit 80 Millionen gerechnet.

Die drei Gemälde zeigen einen Mann, der auf einem Stuhl sitzt, im Stil von Francis Bacon.
Bacons Triptychon „Three Studies of Lucian Freud“ war noch teurer - es hatte im November in New York 142 Millionen US-Dollar, umgerechnet 106 Millionen Euro, eingebracht. Es hält damit den Rekord als teuerstes versteigertes Kunstwerk.
"Three Studies of Lucian Freud" hatte bei der letztenHerbstauktion überraschend 142,4 Millionen Dollar (104 Millionen Euro) gebracht und war damit als bisher teuerstes versteigertes Bild in die Kunstgeschichte eingegangen. Jetzt war statt Freud Bacons Freund Edwards zu sehen. Bacon war Zeitzeugen zufolge verliebt in den jungen Mann, Edwards wiederum sagte, Bacon sei "wie ein wahrer, echter Vater" für ihn gewesen. Bacon hatte Edwards 1992 auch sein Vermögen von elf Millionen Pfund hinterlassen.

Das Triptychon war zum letzten Mal 2001 versteigert worden. Damals hatte es gerade einmal gut drei Millionen Pfund gebracht.

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