3D-Hype: Die erfolgreichs­ten Filme

Der aktuelle Popcorn-Film "Die drei Musketiere" wurde angeblich mit den besten 3D-Kameras gedreht. Ein Anlass, um die erfolgreichsten 3D-Filme vorzustellen.

In Hollywood steht man auf 3D. Potenzielle Kassenschlager werden zurzeit fast ausschließlich in 3D produziert. Die Zuseher scheinen Gefallen an der seit "Avatar" neu verwendeten und verbesserten Technik zu finden und geben für einen 3D-Film ein paar Euro mehr aus, als für einen herkömmlichen Streifen - was widerrum die Filmindustrie freut.

Gerade läuft der Action-Klamauk "Die drei Musketiere" in den Kinos und der soll vor allem bei den Kampfszenen staunen machen. Denn der Film wurde gänzlich in 3D mit speziell entwickelten Alexa-Digitalkameras gedreht, die laut Produzent Robert Kulzer die gegenwärtig besten 3D-Kameras der Welt sein sollen. Ob es die x-te Neu-Verfilmung des historischen Stoffes in die Hitliste der kommerziell erfolgreichsten 3D-Filme schaffen wird, ist allerdings fraglich - es gibt starke Konkurrenz.

Das sind die 20 erfolgreichsten 3D-Filme ... (Quelle: Box Office Mojo, Stand 1.September 2011) Auf Platz 20 befindet sich "Monsters vs. Aliens". Der Animationsfilm mit 3D-Effekt aus dem Jahr 2009 spielte bislang 381.509.870 Dollar ein. "Monsters vs. Aliens" wurde wirklich in 3D gedreht. Die meisten anderen mit dem 3D-Effekt beworbenen Animationsfilme hingegen, haben mit echter Stereoskopie nichts zu tun und sind vollkommen "flach". Beim Großteil der Filme wird nur durch eine zweite Perspektive der Anschein von Dreidimensionalität erzeugt. Die Sci-Fi-Fortsetzung "Tron Legacy" mit Jeff Bridges wurde nicht gänzlich in 3D gedreht, nur die Szenen in der digitalen Welt sind in der dreidimensionalen Optik zu sehen. "Tron Legacy" ist auf Platz 19 mit einem Einspielergebnis von weltweit 400.062.763 Dollar. Alles blau auf Platz 18. "Die Schlümpfe" sind diesen Sommer dreidimensional in New York gestrandet. 427.753.000 Dollar Einspielergebnis bei einem Budget von 110 Millionen. "Thor" schwingt seinen Hammer auf der 17. Die Comic-Adaption spielte 448.512.824 Dollar ein. Teil zwei ist in Planung. Wenn witzige Animation auf 3D trifft, schreit das nach Kassenschlager. Für "Rio" gibt es 483.849.311 Millionen Dollar und damit Platz 16. Als Fake 3D wurde der dreidimensionale Effekt des Action-Reißers "Kampf der Titanen" von Kritikern bezeichnet. Der Film wurde herkömmlich gedreht und danach am Computer in 3D umgerechnet, was viele als nicht besonders ansprechend empfanden. Platz 15 mit 493.214.993 Dollar. Mehr Lob bekamen die 3D-Effekte in "Drachenzähmen leicht gemacht". Platz 14 mit einem stolzen Einspielergebnis von 494.878.759 Dollar. Auch wenn "Cars 2" von Kritikern als lieblos und langweilig bezeichnet wurde, für den 3D-Animationsfilm gibt's Platz 13 mit 540.285.000 Dollar. Und noch ein animierter Film mit dreidimensionaler Optik, der die Kinokassen zum Klingeln brachte. "Ich, einfach unverbesserlich" rangiert auf Platz 12 mit 543.113.985 Dollar. Rapunzel schlug sich ebenfalls gut. Der Animationschef des Disney-Films wollte "Rapunzel - Neu verföhnt" wie einen handgezeichneten Disney-Film in 3D wirken lassen. Die Rechnung ging auf, der Streifen spielte 590.721.936 Dollar ein und belegt Platz 11. "Kung Fu Panda 2" schafft es in die Top-Ten mit einem Einspielergebnis von 650.175.000 Dollar. Schon etwas älter als das Panda- und Rapunzel-Abenteuer ist der 3D-Animationsfilm "Oben". 731.342.744  Dollar spielte der Pixar Film aus dem Jahr 2009 ein, auch wenn der 3D-Effekt etwas bemängelt wurde. Platz 9. Etwas mehr spielte der vierte und letzte Teil des grünen Ogers ein. 752.600.867 Dollar gab es bislang für "Für immer Shrek" und damit Platz 8. Die 3D-Effekte wurden hier aber sparsam eingesetzt. Vor allem in Europa war "Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los" ein Riesenerfolg und auch die 3D-Szenen kamen gut an. 886.686.817 Dollar weltweites Einspielergebnis. Platz 7. Tim Burtons "Alice im Wunderland"-Version war ein Superhit und brachte mehr als eine Milliarde Dollar. Doch der Film enttäuschte mit seinem 3D-Effekt, der nur nachträglich am Computer berechnet wurde. Abgefilmt hat Burton sein buntes Werk mit herkömmlichen 2D-Kameras. Platz 6. Johnny Depp, die Zweite. Nach "Alice im Wunderland" war er auch in "Fluch der Karibik: Fremde Gezeiten" in einem der erfolgreichsten 3D-Filme mit von der Partie. 1.039.041.782 Dollar spielte der vierte Teil der Piraten-Saga ein und kommt somit auf Platz 5 der kommerziell erfolgreichsten 3D-Filme. Er ist der erfolgreichste Animationsfilm unter den 3D-Filmen mit 1.063.171.911 Dollar Einspielergebnis. "Toy Story 3" belegt Platz 4. Actionreich geht es auf dem dritten Platz zu. 1.112.529.000 Dollar spielte "Transformers 3" ein, die 3D-Effekte in Michael Bays Werk wurden hochgelobt. Satte 1.311.580.000 Dollar konnte das Finale der Potter-Geschichte bislang einfahren. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Part 2" wurde mit 3D-Kameras gedreht, einige kritisierten aber die Unschärfen einiger 3D-Szenen und meinten auch, die dreidimensionale Technik habe schlicht keinen wirklichen Mehrwert für den Film. Verdient an der Spitze der erfolgreichsten 3D-Filme steht "Avatar - Aufbruch nach Pandora". Denn James Camerons Mammutprojekt war es, das den Trend zu den 3D-Filmen einläutete. "Avatar" ist in Sachen 3D eine wahre Augenweide, Cameron hatte die Spezialkameras sieben Jahre lang entwickelt und auch nach 2 1/2 Jahren, in denen 3D-Filme wie am Fließband produziert werden, kann "Avatar" mit seinen jüngeren Konkurrenten locker mithalten. Und so nebenbei spielte er auch noch unglaubliche 2,7 Milliarden Dollar ein.
(KURIER / mich) Erstellt am
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