Kolumnen
06.04.2018

Zeigefinger steuerfrei

"Ohrwaschl": Steuern auf Zucker und Tabak im Namen der Gesundheit - da gäb's für unsere Zeigefinger-Gesellschaft weitere Ideen

Mit höheren Steuern auf Tabak, Zucker & Co. kann die Welt gesünder gemacht werden. Und gerechter auch, weil sich Arme dann die Krankmacher nicht mehr leisten können, für deren Folgen sie eh kein Geld haben.

So ungefähr lauten mehrere in der britischen Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte Studien. Das ruft nach mehr. Die Zeigefinger-Gesellschaft hätte endlich ein Werkzeug, uns zu lenken, wo’s lang zu gehen hat:

Autofahren ist ungesund für die Luft und für die Insassen? – Höhere Steuern drauf!

Tiere essen ist ungesund für die Umwelt und blöderweise auch für die Tiere? – Fleischsteuer bitte!

Skifahren verschandelt die Berge und füllt die teuren Unfallstationen der Spitäler? – Brett’l- und Liftsteuer her!

Sportler leben länger als Couchpotatos? – Sofasteuer! Gestorben wird auch im Schlaf? – Steuer auf Betten!

Über eine Steuer auf Speck/Schnitzel (Cholesterin) ist ohnehin schon nachgedacht worden. Nur die Entmündigung des Bürgers, die ist leider steuerfrei.

andreas.schwarz@kurier.at