Das große Internetmatch Kuh gegen Huhn

Virale Kühe, gefährliche Hühner - was bringt mehr Ruhm im Netz?
Christina Böck

Bauer Wiegele ist es dann schon ein bisschen zu viel geworden. Plötzlich hat ein Weltstar in seinem Stall gewohnt. Presseanfragen aus aller Welt zur prominenten Untermieterin! Und dann diese frechen Ideen! Jemand wollte seine Veronika für politische Zwecke „ausborgen“: „De Kuah is parteilos“, sagte der Landwirt im TV kopfschüttelnd. Und alles nur, weil Veronika eine wissenschaftliche Sensation ist. Die kann sich am Rücken kratzen. Also, mit einem Besen. Nicht mit den Hufen. So eine wissenschaftliche Sensation ist sie auch wieder nicht. Jetzt hat der Bauer also erlebt, wie es sich mit einer viralen Kuh lebt. Die erste virale Kuh aus Österreich ist Veronika aber nicht. Da gab es nämlich auch einmal Yvonne. Kurz nacherzählt: Die österreichische Kuh wurde zum Schlachten nach Deutschland verkauft. Dort büxte sie aus und versteckte sich im Wald. 100 Tage ließ sie sich nicht einfangen. Der Boulevard nannte sie „Problemkuh“, lyrisch veranlagtere Medien sprachen von „der Kuh, die ein Reh sein wollte.“

Hühner mit Marotte

Ein anderes Nutztier machte Veronika zuletzt auch Netzruhm-Konkurrenz: ein Huhn namens Henrietta. Die Henne mit der Marotte, per Autostopp zu fahren, wurde am Münchner Hauptbahnhof von der Polizei in Gewahrsam genommen. Grundsätzlich sind Hühner ohnehin das beliebtere Internet-Personal. Die laufen immerhin noch weiter, wenn sie keinen Kopf mehr haben, bitte. Kühe sind meist bedrohliche Wandertour-Unterbrecher oder lila. Hühner sind im Netz allerdings, wenn sie nicht gerade im Glitzerfummel zu Taylor-Swift-Songs tanzen, zum Großteil auch lebensgefährlich: Erst jetzt wieder wurde Alarm geschlagen, weil sich während des Super Bowl so viele Menschen an Chicken Wings verschlucken.

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