Vorsorgen

Die Werbung, die man im Netz erhält, ist Corona-situationsangepasst, juhuu - aber müssen Grabkerzen wirklich sein?
Andreas Schwarz
Porträt eines Mannes mit Brille vor dem Hintergrund „Kurier Kommentar“.

Werbung wird gerne auch als Ärgernis empfunden. Aber jetzt, da im Übereifer des Wir-retten-die-Welt die Wirtschaft fast totgewürgt wurde, braucht es Werbung für das, was es noch gibt/ bald wieder geben wird. Auch als Zeichen der Zuversicht.

Und weil Google, Facebook & Co. alle unsere Bedürfnisse kennen, ist die Werbung im Netz maßgeschneidert:

„Lerne zu Hause – Deine Sprachschule kommt zu Dir“, poppt auf, wenn man Kinder hat. „Bleib zu Hause, aber bleib fit – Sportgeräte von ... “, bekommt, wer nicht mehr Corona-couchen will. „Wir haben trotz Corona-Krise für Sie geöffnet“, empfiehlt sich eine Apotheke, aber wieso „trotz“? Und apropos Zuversicht: „Rechtzeitig vorsorgen“ oder „ Grabkerze Premium groß“ von diversen Bestattungsvereinen – das bitte, Risikogruppe hin oder her, bitte gerade nicht! Da sorgen wir lieber vor mit einem „flexiblen Bausparer“ oder „Du und Dein Gorenje-Gerät“. Woher die meine Küche kennen? Wurscht, besser Herd als Kerzen.

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