Thronwechsel im Fokus
Der 12. März ist in Schweden ein traditioneller Feiertag. Da hat Kronprinzessin Victoria Namenstag und wird im Innenhof des Stockholmer Schlosses vom Volk gebührend gefeiert. Auch wieder ein Anlass, wo über ihre Thronübernahme spekuliert wird.
Denn König Carl XVI. Gustaf soll schon ein Datum für seine Abdankung vorgesehen haben. Bis jetzt sträubt sich der Monarch, der am 30. April seinen 80. Geburtstag feiert, vehement gegen einen Thronwechsel. "Rente? Nein, dieses Wort gibt es in unserer Familie eigentlich nicht. Zumindest nicht historisch", erläutert Carl Gustaf. "Für uns ist es eine alte Tradition, nicht in Rente zu gehen".
Am 15. September 1973 wird er nach dem Tod seines Großvaters mit 27 Jahren inthronisiert und formuliert seinen Wahlspruch für seine Regentschaft: "Für ein zeitgemäßes Schweden".
Damit will er den Anforderungen, die ein moderner Industriestaat an ihn als König stellt, gerecht werden. Im Laufe der Jahre erledigt er seine tägliche Arbeit sehr pflichtbewusst, obwohl er in einem Interview gesteht, dass er lieber Bauer geworden wäre.
Königshausexperte Johan Lindwall schreibt in seinem 2025 erschienenen Buch "Victoria and Daniel: I nöd och lust", dass das Datum mit dem 23. Februar 2030 längst feststeht, an dem Victoria Königin wird. Das Datum ist nicht zufällig gewählt: Ihre Tochter Prinzessin Estelle ist dann volljährig und kann ihre Mutter offiziell vertreten.
Victoria wäre mit ihrer Beliebtheit ein großer Gewinn
Die Schweden würden sich freuen, denn seit ihrer Hochzeit mit dem bürgerlichen Daniel Westling sind ihre Sympathiewerte merklich angestiegen. Da ruft sie dem versammelten Volk zu: "Danke, ihr habt mir meinen Prinzen geschenkt!"
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