Kolumnen
12/08/2020

Schrottwichteln

Die Idee, Krempl zu verschenken, den man im Lockdown ausgemistet hat, hat sich doch nicht durchgesetzt

von Simone Hoepke

Es sollte der Trend im Corona-Advent werden: Schrottwichteln. Dabei verschenkt man Dinge, die seit Jahren die „Krempel“-Schublade vom Schreibtisch oder den Vorzimmerkasten verstopfen.

Zeugs, das man nicht mehr braucht.

Etwa den VHS-Rekorder, von dem man nicht weiß, ob er die alte „Rocky-IV“-Kassette überhaupt noch abspielen kann. Oder das weiße Porzellan-Pferd, das schon in Omas Wohnzimmer-Vitrine eine schlechte Figur abgegeben hat und für das man bei „Bares für Rares“ garantiert keine Händlerkarte bekäme.

Schrottwichteln klingt interessant, hat sich aber nach den jüngsten Entrümpelungsaktionen im Lockdown nicht durchgesetzt. Es hat sich herumgesprochen, dass man dabei selbst auch nur Schrott geschenkt bekommt.

Als gestern die Geschäfte endlich wieder aufgesperrt haben, gingen also viele einkaufen. Es ist zu befürchten, dass bei vielen Geschenken der Unterschied zum Schrottwichteln marginal ausfallen wird.

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