Vorsicht, Philosophie!

Ein Leben lang wurde man gefragt, warum man Philiosophie studiert hat. Überraschung: Es gibt gute Gründe.
Georg Leyrer

Georg Leyrer

Was sagt, hat der ältere Bruder gerne gescherzt, der Philosophieabsolvent bei seinem ersten Job? Die Pointe: Wollen Sie Pommes dazu?

Auch wenn man bisher keine gesalzenen Erdäpfelstangerln verkauft hat, erfreut man sich schon seit vielen Jahren der Reaktionen, wenn es im Small Talk auf die Frage zusteuert, was man denn einst studiert hat. „Ah, Philosophie, echt?“, „Sag mal was Gescheites“, „“ (= verlegenes Schweigen). Jüngst wieder war die österreichweite Mangelberufsliste, auf der – haha – auch Philosophen standen, eine gern genutzte Pointenvorlage: Wer braucht denn die?

Es gibt übrigens zwei Antworten auf diese Frage. Ein bisserl geschultes Nachdenken würde dabei helfen, die unfreiwillige Komik etwa all der Philosophiemedienfiguren zu durchschauen, die dauernd und überall sagen, dass man gar nichts mehr sagen dürfe.

Und eine Universität in Texas hat nun ein Seminar zu Platon verboten. Dessen 2.400 Jahre alte Gedanken sind offenbar ein Gegenmittel zum giftigen Kulturkampf, diesfalls von ganz rechts. Es lohnt also doch, die Gedanken kluger Menschen zu studieren.

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