Nie, niemals!

Verstopfte Schulabflüsse, Sklavenverkleidung im Fasching und eine Stripperin für den Lehrer hat's früher natürlich nie gegeben ... ... ...
Andreas Schwarz

Wiens  Nobelbezirke und ihre wohlerzogenen Kinder sind, so mussten wir lesen,  auch nicht mehr das, was sie mal waren: In der Albertus-Magnus-Schule (Wien-Währing) drehten Schüler  kürzlich „mutwillig Wasserhähne auf und verstopften Abflüsse“, wodurch es zu  „sintflutartigen Zuständen“ kam. 
Im nahen „Marianum“ verkleideten sich Schüler im Fasching als Sklavenhalter und schwarz angemalter Sklave (Blackfacing!), eine Lehrerin lachte, und Entschuldigungsschreiben sowie Workshops über Rassismus waren das Mindeste an Konsequenzen.
Ebendort  schickten Maturanten einem Lehrer  als Schlussgag eine Stripperin ins Klassenzimmer.  Der Vorfall „wurde mit den Beteiligten aufgearbeitet. Das Verhalten entsprach selbstverständlich nicht unseren pädagogischen Grundsätzen“, ließ die Schule wissen.
Gott sei Dank! Früher  gab’s Schülerstreiche  wider die pädagogischen Grundsätze (und Videos davon) ja  nie. Niemals!  Oder war’s doch andersrum: Die Strafen fürs Nie-Niemals waren, oft zurecht, viel  empfindlicher, nur die (Medien-)Schnappatmung war geringer. Eine geordnetere Schulwelt halt.  
andreas.schwarz@kurier.at

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