Und wer demonstriert?
Auch hier ist uns manchmal nicht nach heiter, pardon. Also: Heute vor vier Jahren war die Welt scheinbar noch in Ordnung. Donald Trump war schon ein Jahr nicht mehr US-Präsident (und faselte als Privatmann irgendwas vom „genialen Plan“ Putins, die Separatistenrepubliken im Osten der Ukraine anzuerkennen); und von Wladimir Putin wollten immer noch einige nicht glauben, dass er es mit dem Truppenaufmarsch an der Ukrainegrenze ernst meinte.
Heute ist der eine wieder Präsident und zertrümmert alles, was von einer halbwegs verlässlichen Weltordnung übrig ist. Die der andere am 24. Februar 2022 mit dem Überfall auf einen unabhängigen Staat in Europa schon torpediert hat: Hunderttausende Tote nicht nur auf dem Schlachtfeld, Millionen vertriebene Ukrainer, tägliche bewusste Angriffe auf das zivile Leben in Kiew, Charkiw, Dnipro – wo sind eigentlich die Palästina- und sonst Friedensbewegten, die gegen den Kriegsverbrecher Putin demonstrieren würden?
Ein Lügner und Betrüger da und ein Massenmörder dort regieren die Welt. Die in nur vier Jahren eine andere, weniger heitere geworden ist.
andreas.schwarz@kurier.at
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