Anstößig

James Bond und die Frauen - das geht natürlich gar nicht mehr
Andreas Schwarz

Zur Zeit kursiert im Netz die aufgeregte Meldung, dass das British Film Institute mehrere James Bond-Filme der 1960er und 70er-Jahre mit einer Trigger-Warnung versehen hat – die Inhalte seien sexistisch, bedienten rassistische Stereotype und seien  als „anstößig“ zu bewerten.
Sean Connery und Roger Moore waren aber auch zwei arge Schlawiner, die jeder Hübschen, die nicht bei „drei“ auf dem Baum war, gar nicht zweideutige Avancen machten. Die Namen der Bond-Gespielinnen waren auch eindeutig  (Pussy Galore, Mary Goodnight, …). Und umgekehrt ging’s auch zu: Bond zu Miss Moneypenny: „Was würde ich nur ohne sie machen“, Moneypenny zu Bond: „Das ist ja das Problem, dass sie nie etwas mit mir machen“.
Davor ist zu warnen!  Eine Rezensentin der Süddeutschen, wir erzählten es schon einmal,  tat das anlässlich eines Connery-Geburtstages mit Blick auf den Bond-Macho auch („ambivalente Männlichkeit“), um zu schließen mit: „Aber leider geil!!“
Die Anstößig-Warnung stammt übrigens vom  Jänner 2024. Und die Welt steht immer noch.andreas.schwarz@kurier.at
 

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