Wie gedruckt
Vielleicht haben Sie befürchtet, dass Sie hier auf den treffen, der immer am 24. eines Monats … – darum was ganz anderes: Sie kennen den Ausdruck „lügen wie gedruckt“. Etymologisch geht er auf die Erfindung des Buchdrucks zurück und meint, in Buch und Zeitung würde ungenierter gelogen als beim Reden (wo man ja Gefahr läuft, rot zu werden); oder es ist gemeint, jemand lügt so perfekt, dass man es für gedruckte Wahrheit halten könnte.
Das führt zum Drucken: Seit ewig besaß der Autor dieser Zeilen einen Drucker, der der Inbegriff der Verlässlichkeit war. Ein Drucker-Traktor gleichsam. Dann kaufte er im Internetz Druckerpatronen, die so aussahen, wie die originalen, aber die Hälfte kosteten – und die Druckerdüsen irreparabel vernichteten.
Der neue Drucker war billig (70 Euro), papperlapapp. Nur ist billig leider eine Lüge, weil: Man muss Druckerpatronen nachlegen, so schnell kann man gar nicht schauen. Und die kosten! Würde ich zum Beispiel einen Hinweis auf die nahenden Weihnachten ausdrucken, wär’ fast schon eine halbe Patrone weg. Also lass ich’s, wie gesagt.
andreas.schwarz@kurier.at
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