Kolumnen
11/10/2021

Narrenzeit

Leider gibt es immer weniger Gelegenheiten, bei denen man sich so richtig daneben benehmen kann

von Simone Hoepke

Unter all den Schreckensmeldungen rund um den Globus geht folgende Personalie fast unter: Heute wird die steirische Krapfen-Kaiserin nominiert.

Der Krönungszeitpunkt ist kein Zufall. Morgen ist der 11. 11. Start der Narrenzeit, in der man fast alles machen kann, was Gott verboten hat. Schließlich liegt die Zahl zwischen 10 (Geboten) und 12 (Aposteln) und damit außerhalb der Augen des Allmächtigen. Das hat der gläubige Christ im Mittelalter gehofft. Und sich ordentlich daneben benommen.

Dafür gibt es heutzutage aber immer weniger Gelegenheiten. Offizielle Weihnachtsfeiern werden abgeblasen, Verwandtentreffen auf bessere Zeiten verschoben, selbst der Opernball wackelt.

Wiener IT-Lehrlinge haben die Corona-Zeit genutzt, um eine Dating-App zu programmieren. Für Hunde. Funktioniert im Prinzip wie Tinder. Ein Köter, der nicht gefällt, wird weggewischt. Interessiert keinen Hund, könnt aber ein Geschäft werden. Für Züchter.

Wow.

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