Kolumnen
03/20/2020

Leben in Coronazeiten: Ich steh in Surfer-Pose in der U-Bahn

Wo sich sonst Menschen drängen, stehe ich jetzt allein im Waggon und versuche, nichts zu berühren.

von Simone Hoepke

Ich will ja nicht prahlen. Aber ich habe seit dieser Woche einen Privatchauffeur. Keine Ahnung, wie er ausschaut, hat sich nicht vorgestellt. Weil ich immer grußlos hinten einsteige und er naturgemäß vorne sitzt.

In der U6.

Selbige fährt ganz offensichtlich nur noch für mich allein. Wo sich sonst Menschen drängen, stehe ich jetzt allein im Waggon und versuche, nichts zu berühren. Kann ja nicht erst jeden Haltegriff desinfizieren. Sonst geht mir der Spray aus, noch bevor ich im Büro angekommen bin.

Da sich das Coronavirus über Tröpfcheninfektion anschleicht, hilft mir meine freihändige Surfer-Pose in der U-Bahn im Grunde genau gar nix. Zumindest nicht, wenn eine Virenschleuder auf zwei Beinen zusteigt und in meine Richtung niest. Ist Donnerstagfrüh tatsächlich passiert.

Hab bis zur nächsten Station die Luft angehalten.

Es grenzt an ein Wunder, dass ich die Fahrt überlebt habe.

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