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Kolumnen
04/30/2020

Herbergen-Abstand

Autobahn-Raststationen sind nach der Wildnis der Kilometerbänder draußen so etwas wie heimelige Herbergen - warum eigentlich?

von Andreas Schwarz

Nun, da das Abstandhalten prolongiert wird – der Abstand selbst bleibt aber bei einem Meter –, ist der Autofahrer gegenüber dem Öffinutzer weiter im Vorteil. Er braucht nicht die Distanz zu möglichen Virenschleudern zu vermessen, und Benzin ist billig wie noch nie – hat man je von billigeren Öffis gehört?

Obwohl: Auf der Autobahn kostet der Treibstoff um die Hälfte mehr. Die Raubritter der Raststation-Tankstellen verlangen für etwas 1,50 Euro, das anderswo keinen Euro kostet (der Liter). Trotzdem mögen viele Menschen Raststätten, weil sie nach der Wildnis der Kilometerbänder draußen so eine Art kollektive heimelige Herbergen sind. Hohe Preise, eher unhohe Kulinarik – papperlapapp, es soll Menschen geben, die sogar extra einen Sonntagsausflug nach „Rast am Asphalt “ machen.

Aber gut, es gibt auch McDonalds-Autoschlangesteher. Und von beidem kann man ja, im echten und im übertragenen Sinn, Abstand halten.

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