Gasfuß-Idioten

Übers Aufpassen - nicht nur auf Autos
Andreas Schwarz
Porträt eines Mannes mit Brille und blauem Sakko vor dem Schriftzug „Kurier Kommentar“.

 

Das Osterwochenende ist lang verstrichen, bis zum Pfingstwochenende ist’s noch ein Zeiterl. Beide waren früher Garant für Horrormeldungen: „Rekord-Blutzoll“, „21 Tote am Wochenende“, „Trotz Aktion scharf ...“ – die Rede ist von der Totraserei auf Österreichs Straßen.

Heute ist das anders. Die Rekorde gehen Richtung null. Und da fragt man sich: Ist der heimische Lenkraddreher geläutert? Gibt es keine Gasfuß-Idioten mehr? Keine Ich-überhole/Du-Straßengraben-Erpresser? Fetzt kein Nachwuchs-Niki durch unübersichtliche Kurven? Schaut niemand aufs Handy bei Tempo 120? Sind die Straßenrennen am Wiener Gürtel und die Auto-Poser ohne Waffenschein Erfindung der Medien?

Wer hinausgeht, wird feststellen: Die Kontrollen sind vielleicht schärfer, die Idioten sind dieselben. Und beim Hinausgehen heißt’s aufpassen: Das einzige tragische Opfer des Osterwochenendes war ein Fußgänger nach der Kollision mit einem Radfahrer.

andreas.schwarz@kurier.at

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