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Kolumnen
08/15/2019

Fesch

Wunschkennzeichen sind heute nicht mehr en vogue - mit ein paar Ausnahmen

von Andreas Schwarz

Kürzlich war an dieser Stelle von Autobesitzern die Rede, die sich mit Wunschkennzeichen à la XKKXK 7 für sehr schlau halten: Sie glauben, das Auge des Gesetzes verwirren zu können – und werden, wie Polizisten schon bestätigt haben, genau deshalb besonders genau kontrolliert. Blöd gelaufen.

Das Wunschkennzeichen ist sonst eher aus der Mode gekommen. ERNA 49 als Hinweis aufs Geburtsjahr lassen sich nicht mehr viele Ernas 228,30 Euro (für 15 Jahre) kosten. LAW 1 für den wichtigsten Rechtsanwalt oder MAG 69 als – bruhaha, wer merkt’s? – Hinweis auf eine sexuelle Vorliebe sind abgelutscht. Heute entblödet man sich auf Facebook, Instagram oder sonstwo im Netz.

Jüngst aber fuhr ein Cabriolet mit brav geschniegeltem Lenker und dem Kennzeichen FESCH 1 vorbei – man möchte dem Mann gerne zurufen „FESCH 27, das gingert grad noch durch!“. Aber wer weiß, vielleicht gehört der Wagen ja seiner Frau.

andreas.schwarz@kurier.at

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