Kolumnen
06/29/2020

Das unglückliche Leben von Diana

Der schlimmste Moment für sie war der, als Charles zu Camilla zurückgegangen ist.

von Lisbeth Bischoff

Diana Spencer wird am 1. Juli 1961 geboren. Ihr Vater Edward John Earl of Spencer ist königlicher Stallmeister. Als Kind spielt sie oft mit den Nachbarn, den Kindern der Queen.

Diana entdeckt ihre Liebe zu Kindern und nimmt im „Young England“-Kindergarten in London eine Stelle an.

Doch dann nimmt ihr Leben eine dramatische Wendung.

Charles und Dianas Romanze beginnt im Frühsommer 1980. Sie hatte kein Vorleben, denn es war undenkbar, dass die zukünftige Queen mit einem anderen Mann als dem königlichen Gemahl zusammengelebt hätte.

Für Charles kommt seine Langzeitfreundin Camilla als Braut nicht in Frage, denn sie hatte schon mehrere Männer vor ihm. Camilla heiratet Andrew Parker Bowles und bleibt mit Charles weiterhin im Kontakt.

Camillas Landhaus, Küchentisch: Februar 1981: Charles macht der Jungfrau Diana einen Heiratsantrag: „Ja, ja, ja“, sagt Diana. Camilla holt den Champagner.

Diana später: Meine Hochzeit war die reine Hölle. Ich fühlte mich wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Ich ließ den Blick über die Reihen der Gäste schweifen, um herauszubekommen, wo denn Camilla saß.

Szenen einer Ehe: Gerüchte werden laut, Diana leide an einer Essstörung und die Biografie „Diana – ihre wahre Geschichte“ offenbart, Diana habe fünf Mal versucht, sich das Leben zu nehmen. Hinter den Palastmauern fliegen die Fetzen. Später wird bekannt, dass das Glück schon bei der Geburt von Prinz William angeknackst war. Auch der zweite Sohn Harry kann den Bruch in der Beziehung nicht mehr kitten.

Ausgerechnet am 48. Hochzeitstag ihrer Schwiegereltern, Queen Elizabeth und Prinz Philip, dem 20. November 1995, schüttet die gekränkte Diana vor 200 Millionen Fernseh-Zuschauern ihr Herz aus. Diana spricht von einer Ehe zu dritt, von Depressionen, von Selbstmordversuchen.

Und: „Mein Ehemann Charles ist nicht fähig, König zu werden.“

Dianas Schicksal war besiegelt.