Adel inside
06/03/2019

Adel inside: Süße Belohnung für Zurückhaltung

Zum 67. Mal erleben wir kommenden Samstag das "Sammeln um die Farben" zu Ehren des Geburtstags der Queen.

von Lisbeth Bischoff

Same procedure as every year – frei nach dem Silvester-Dauerbrenner im TV, „Dinner For One“:  Selber Ablauf wie jedes Jahr! Trooping The Colour, die Geburtstagsparade der Queen, geht am kommenden Samstag (8. Juni) in London wieder einmal über die Bühne. Elizabeth II. feierte zwar schon am 21. April ihren 93er, doch seit fast zwei Jahrhunderten werden die Geburtstage britischer Monarchen offiziell im Juni gefeiert, weil man sich um diese Jahreszeit besseres Wetter verspricht.


Die Militärparade geht übrigens auf einen Brauch aus früheren Zeiten zurück, als sich die Soldaten vor der Schlacht um ihre Fahne scharten. Ihre erste Parade als Königin absolviert Elizabeth II. exakt am 11. Juni 1953, nur neun Tage nach der Krönungszeremonie. Heuer ist es ihre 67. Parade.


Auf die Sekunde genau sieht man immer den gleichen Ablauf: Mehr als 1.400 Soldaten, 200 Pferde, die vereinigten Musikkapellen der Garde-Regimenter, 400 Musiker und Trommler und 113 Befehlsworte vom kommandierenden Offizier. Das Publikum kann sich zu Jahresbeginn um ein 35 Pfund teures Ticket bewerben. Diesmal soll das Interesse des Volkes besonders groß gewesen sein, erwartet man doch den ersten großen offiziellen Auftritt von Prinz Harry mit seiner Herzogin Meghan nach der Geburt von „Master“ Archie (*am 6. Mai 2019) zum traditionellen Schlussbild auf dem Balkon des Buckingham-Palastes.


Die Geburtstagsparade dauert rund drei Stunden. Eine echte Herausforderung für die Mitglieder des Militärs, in diesem Jahr von der „Household Division“. Für die Queen ist das kein Problem.
Das hat sie ihrer Nanny Clara Knight zu „verdanken“. Denn die bringt ihr von klein auf bei, den Besuch des „Stillen Örtchens“ in den Griff zu bekommen. Wenn „Lilibet“ (so der zärtliche Spitzname der Queen) dem menschlichen Drang stundenlang widerstehen kann, gibt es zur Belohnung Kekse. Welch süße Belohnung, die, pardon, sauer aufstößt ...