5-G

Die gegenwärtigen G-Regeln klingen eher nach gestörten Handy-Verbindungen
Andreas Schwarz
Porträt eines Mannes mit Brille und blauem Sakko vor dem Schriftzug „Kurier Kommentar“.

Damit uns notorische Impfgegner und Anhänger krauser Impfmythen nicht das (öffentliche) Leben vermasseln, hängt über ihnen das Damokles-G: erst 3-G (geimpft, genesen, getestet), dann 2-G und vielleicht 1-G, ohne geht nix mehr – und das ist gut so. Vielleicht lässt sich der eine oder andere so vom penetrant Kickln zum gesunden Jaukerl treiben.

Dummerweise gemahnt der Begriff 3-G ja eher an Funklöcher und stotternden Handyempfang, 2-G und 1-G klingen überhaupt wie Steinzeit. Man sollte daher mit 4-G werben: Gescheit Geimpfte genießen ganz zum Beispiel, geläuterte Geimpfte ginge auch; Geimpft, gerädert, gebeutelt, geschlaucht kommt nur im seltenen Fall von groben Impf-Nebenwirkungen zum Zug; für erfolgreich Umgestimmte aber gilt Gratis gestochen, gut gegangen oder ein einsichtig-fröhliches Genug gequengelt, gut gelaunt.

Am Ende steht dann die erfreuliche Steigerung 5-G: Großartig: Genug Geimpfte, Gesellschaft gerettet.

andreas.schwarz@kurier.at

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