Kiku
03/02/2019

Von Drachen, Adlern und einem Tennis-Schwert

„König Artus“ von Imp:Art im Theater Akzent Wien – und auf Anfrage auch in Schul-Fest- und Turnsälen.

Der Spielwitz ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass das Quartett auf der Bühne sich immer wieder selbst auf die Schaufel nimmt. Das Stück, der Inhalt, sind nicht wirklich die Hauptsache. Diesmal, beim „König Artus“ übrigens so krass wie kaum je zuvor. Irgendwie spielt die rund 1200 Jahre alte Legende schon eine gewisse Rolle. Facetten der Geschichte des Königssohns, der im Geheimen bei Pflegeeltern aufwächst und vom berühmten Magier Merlin auf sein späteres Herrscherdasein unterrichtet wird, blitzen immer wieder auf. Darunter darf die vom Schwert, das nur der wahre König aus dem Stein ziehen kann, nicht fehlen. Hier ist’s ein Tennisschläger aus einem Stoff-Hügel, um die „Kraft“ gleich optisch zu relativieren ;)

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Aus- und einsteigen

Mehr Rolle als in vielen anderen der vielen Artus-Sagen-Versionen spielen Tierfabeln, vor allem ein Drache und ein Adler.

Immer wieder steigen die vier auf der Bühne aus ihren jeweiligen, wechselnden Rollen aus, und agieren offen als Schauspieler_innen – mit allen Schwierigkeiten der Aneignung ihrer Rollen.

Wer die Sage gar nicht kennt, tut sich vielleicht ein wenig schwer, die Geschichte zusammen zu kriegen, hat aber sicher dennoch Spaß am (Spiel-)Witz von Katharina Gerlich, Klemens Dellacher, Clara Diemling, J. D. Schwarzmann (Regie: Michaela Obertscheider und Ensemble Imp:Art, also eh alle vier, die auf der Bühne spielen.

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Infos: Was? Wer?

König Artus
Michaela Obertscheider und Ensemble Imp:Art
Ab 12 J., ca. 70 Minuten

Regie, Buchbearbeitung und Spiel: Michaela Obertscheider und Ensemble Imp:Art
Mit Katharina Gerlich, Klemens Dellacher, Clara Diemling, J. D. Schwarzmann

https://ensembleimpart.wixsite.com/impart

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