Johannes Taraba

© schauTV/Carlo Toffolo

Kiku
08/16/2019

Selig, selber einiger der Dreiecke ausschneiden zu dürfen

Johannes Taraba (7) lässt sozusagen Dutzende schwarze Schmetterlinge zu einem Kleid flattern.

von Heinz Wagner

Johannes Taraba (7), du hast heuer zum ersten Mal bei Kids in Fashion mitgemacht, weshalb?
„Ich hatte Lust, hab aber nicht gewusst, was ich malen soll. Sonst zeichne ich gern Häuser und Bäume. Für den Modeentwurf hab ich diese vielen schwarzen Schmetterlinge gemalt. Mein Bruder ist von der Schule nach Hause gekommen und die gezeigt, ich hab das von ihm gelernt.“

Stolz ist er, „dass meine Zeichnung genommen wird“.

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Bei dem Interview steht er – wie schon einige Zeit davor bei zwei Modeschülerinnen, einem weißen Stoffballen und aufgelegtem schwarzen Stoff. Katharina schneidet viele schwarze Stoff und weiße Vlies-Dreiecke aus – wie sie in Johannes‘ Zeichnung zu sehen sind und so Dutzende dunkle Schmetterlinge darstellen, die das ganze Kleid ergeben. Nebenan stöhnt Astrid ein wenig. „Seit drei Tagen bügle ich diese Dreiecke zusammen.“ Der weiße Volumsvlies zwischen jeweils zwei schwarzen Dreiecken gibt dem Stoff den Halt.

Johannes nimmt selbst eine Schere zur Hand und schneidet auch schwarze Dreiecke aus, scheint wie in eine eigene Welt abgetaucht und lächelt. Dieses Lächeln verstärkt sich nur, begleitet von einem aus tiefstem Herzen kommenden „jaaaa“ bei der Kinder-KURIER-Frage, ob er da noch ein paar Stunden weiter schneidern wollen würde.

So „nebenbei“ verraten er und sein Bruder, die mit ihren Eltern zu Hause einen Kuchen für die Modeschülerinnen als Dankeschön für ihre Arbeit gebacken haben, „dass wir auch gerne nähen, zu Hause immer wieder auch mit der Nähmaschine“. Deshalb dürfen sie auch nun hier für eine Filmsequenz für die TV-Reportage kurzfristig an eine der Maschinen.