© Heinz Wagner

Kiku
06/11/2019

Jugendliche diskutierten: Muss die Welt gerettet werden?

"Standpunkt": Schüler_innen diskutierten mit Podiumsgästen "Wie kann ich helfen und was lerne ich daraus?"

Weltrettung und wie könnte wo, was geholfen werden - das waren die Fragestellungen um die die jüngste Standpunktveranstaltung kreisten, bei der Jugendlichen im Wiener Radiokulturhaus diese mit dem Politikwissenschafter Mathias Krams, der Philosophin und Uni-Lehrerin Susanne Moser und dem Katastrophenhelfer Andreas Zinggl diskutierten.

Mehrfach sprachen Schüler_innen den Widerspruch an, dass auf der einen Seite beklagt würde, Jugendliche engagierten sich nicht genug und andererseits die Teilnahme an den Fridays-for-Future-Demonstrationen nicht unbedingt erwünscht wäre. Einige engagieren sich auch in verschiedenen Hilfsorganisationen wie Yong Caritas oder bei Projekten ihrer Schulen für Entwicklungsländer.

Themenbreite

Welthunger wurde ebenso thematisiert wie vor allem die ungerechte Verteilung von Reichtum und Ressourcen auf der Welt. Sollte es da ausgleichende Zahlungen wie eine Art Solidaritätssteuern geben? Diese von einem Schüler in die Diskussion eingebrachte Frage wurde mehrfach hin und her diskutiert. Wäre nicht vor allem Hilfe zur Selbsthilfe, Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung oder schlicht und ergreifend faire Handelsbeziehungen besser und wirksamer?

Hieße das aber Verzicht auf eigenen Wohlstand? Wie ist es überhaupt, hat helfen und gar Welt retten auch mit Veränderung eigenen Verhaltens zu tun? „Erst den Fleischkonsum verringern und schauen, möglichst wenige Produkte mit Palmöl kaufen“, regte eine Schülerin an.

Politologe Mathias Krams

Diskussionsleiter Alois Schörghuber

Philosophin und Uni-Lehrerin Susanne Moser

Katastrophenhelfer Andreas Zinggl

Müssen oder wollen?!

Gibt es eine Pflicht zu helfen und wenn ja, ist das Müssen beim Helfen nicht kontraproduktiv, ginge es nicht darum, den Wunsch helfen zu wollen zu fördern?

Kann es Nachteile bringen, sich zu engagieren, Haltung öffentlich zu zeigen? Die Angst vor Repressionen brachte ihre Familie dazu, von Ungarn nach Österreich zu übersiedeln, berichtete eine Schülerin.

Diskussion zum Nachhören

11./12./13. Juni 2019, 19.30 – 20 Uhr
http://oe1.orf.at/campus

und danach:

https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/prinz/mb_schuelerradio.html