Das Gewinner-Trio aus der Sallfeldner HTL mit Vertreterin der EU-Kommission und dem Jury-Vorsitzenden

© Heinz Wagner

Kiku
09/28/2018

Auszeichnungen für die allerbesten Projekte

Eines der beiden österreichischen Teilnehmer-Teams bekam einen der Sonderpreise.

von Heinz Wagner

Zum 30. Mal vergab die internationale, interdisziplinäre Jury - darunter so manche Fachleute, die als Jugendliche selbst Teilnehmer_innen und teils Sieger_innen bei EUCYS waren, Preise an die besten der besten Projekte. Die Teilnahme am internationalen Bewerb ist meist Belohnung für den Gewinn oder wenigstens Spitzenplatz in einem Wettbewerb des jeweiligen Heimatlandes. Dieser Jubiläums European Union Contest for Young Scientists fand im irischen Dublin statt. 134 jugendliche Forscher_innen aus 38 Ländern stellten ihre insgesamt 88 Projekte vor.

Eines der beiden Projekte aus Österreich wurde von der Jury in der Liste der Auszeichnungen „verewigt“ und mit einem der 28 Spezialpreise ausgezeichnet, das bei „Jugend Innovativ“, dem heimischen Bewerb, der Projekte auch zu EUCYS – neben anderen internationalen Contests – schickt, gewonnen hat. Zunächst mehr dazu und im Anschluss eine Galerie sämtlicher ausgezeichneten Projekte.

Maschine entnimmt automatisch Holzproben

Wenn alte bemalte Kästen oder andere Gegenstände aus Holz geschreddert werden, ums das Material zu recyclen, gilt es, Proben zu entnehmen. Die müssen auf Schadstoffe untersucht werden – Lacke usw. Das erfolgt(e) bisher händisch. In Zukunft wahrscheinlich nicht mehr – oder nicht überall. Der Vater von Stefan Gruber-Hofer führt die Geschäfte in einem Altholz-Entsorgungsunternehmen und fragte seinen Sohn, ob er sich nicht etwas Schlaues, Technisches einfallen lassen könnte. Der Schüler der HTL Saalfelden motivierte seine beiden Kollegen Michael Eder und Johannes Ortner, zu dritt begannen sie sich erst Gedanken zu machen, wie so eine Anlage funktionieren könnte.

Dann ging’s an mögliche Umsetzungen. Nicht immer funktionierte alles auf Anhieb. „Manches Mal, wenn wir angestanden sind, haben wir das Projekt eine Zeitlang ruhen lassen, uns wieder auf andere (schulische) Aufgaben konzentriert. Damit haben wir Abstand gewonnen und mit neuer Energie ist’s dann auch besser weitergegangen“, schildert das Trio im Frühjahr beim Bundesfinale von Jugend Innovativ dem Kinder-KURIER.

Da hatten die drei Jugendlichen einen fast eine halbe Tonne schweren Prototypen, der schon Testeinsätze hinter sich hatte, in der Ausstellung. In Wien hatten sie den zum Ansehen und Angreifen. In dem Teil stecken nicht nur viel mehr als 1000 Stunden Gedanken, vor allem aber auch Hand-Anfertigungsarbeit. Der Mechanismus befindet sich in der Phase der Patentanmeldung. Gedanklich und computergrafisch haben sie ihre mechanische Probenahme für feste Recyclingstoffe schon um einen Kasten erweitert, in dem die Proben automatisch in Dosen abgefüllt und verschlossen werden, so dass sie manipulationssicher zur Prüfstelle verschickt werden können. Nun machen sie sich an die technische Umsetzung.

Der Transport nach Dublin wäre zu aufwändig gewesen, weshalb die mittlerweile Absolventen nur Fotos auf ihrem Messestand herzeigen konnten. Die Fotos, vor allem aber die Erklärungen in den Gesprächen mit den Juror_innen überzeugte diese. Das Trio gewann einen der 28 Spezial-Preise, und zwar jenen des Joint Research Centers und der verschafft ihnen einen zweitägigen Aufenthalt am JRC-Forschungszentrum im italienischen Ispra.

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Haupt- und Ehrenpreise

Bei den mit Geld bedachten Hauptpreisen werden in der Regel jeweils drei Projekte gleichwertig pro Rang ausgezeichnet. Für Platz 1 gibt's 7000 €. Einer der drei ersten Plätze ging an ...

Anna Amelie und Adrian Fleck für - den in der Hauptgeschichte ausführlich beschriebenen - flexiblen Protektor.

Vielleicht DEN Grinser des Preisverleihungs-Nachmittags liefert Brendon Matusch aus Kanada, der  ...

... ein Go-Cart umbaute, um es autonom fahren zu lassen, ihm aber künstliche Intelligenz hinzufügte, damit es selbst weiterlernen kann.

Und noch ein erster Platz ging an Kanada, und zwar an Nicolas Fedrigo, der ein medizinisches Gerät ...

... bei Wirbelerkrankungen so veränderte, dass damit weniger Verletzungen bei der Anwendung vorkommen.

Die Erstplatzierten mit den Honoratior_innen

Für die Zweitplatzierten Projekte gab's jeweils 5000 €, unter anderem für ...

... Francisco Miguel Araújo (Portugal) für seine Mathetheorie zu Gruppen und Teilgruppen, ferner für ...

Karl Hendrik Tamkivi (Estland), ...

... der den Zusammenhang zwischen Fledermaus-Schlafplätzen und der Landschaft in West-Saaremaa untersuchte.

Das dritte "Silber" geht nach Rumänien, an die französische Schule  (und in dem Fall formal nach Frankreich) in Bukarest, für die ...

Alexandru Liviu Bratosin, Petru Molla und Mihnea Vlad Bojian mit ihrem DNA-Laufwerk angetreten sind - mehr in der KiKu-Hauptgeschichte.

Für die dritten Plätze gab's jeweils 3.500 €, so für ...

Zhang Sijia, die den Zusammenhang zwischen Konflikten und der Art der Kommunikation zwischen Kindern und Eltern untersuchte - siehe dazu ausführlicher in der Hauptgeschichte.

"Bronze" auch für Marina und Shorena Gudzhabidze sowie Dea Ilarionova (Georgien) für ...

... die optische Effekte mit unterschiedlichen Materialien untersuchten - mehr in der KiKu-Hauptstory....

... dort findest du auch mehr über das dritte 3.-platzierte projekt von Kyuhee Jo und Chaeyoung Lee (Südkorea)...

...die ein Modell erarbeitet hatten, mit dem anhand von Sprachveränderungen mögliche Frühest-anzeichen von Parkinson erkannt werden könnten.

Alle Drittplatzierten mit den Honoratior_innen.

Zwei Wochen lang dürfen die Gewinner_innen dieses preises im kommenden Sommer bei einem intensiven Wissenschaftsfestival junge Wissenschafter_innen in London treffen und zwar ...

Anna Amelie Fleck (D, FleckProtec) und ...

Karl Hendrick Tamkivi (Estland, Fledermäuse in West- Saaremaa) ...

... hier mit den honoratior_innen, darunter ...

Richard Myhill, ...

... Direktor von London International Youth Science Forum

Auch in Stockholm gibt es ein internationales Jugend-Wissenschafts-Seminar - und zwar in der Woche der Nobelpreis-Verleihungen, an denen zwei EUCYS-Sieger_innen teilnehmen werden und zwar Adrian Fleck (D, FleckProtec) und ...

... Francisco Miguel Araújo (Portugal, Mathe, Mengenlehre) ...

... mit Honoratior_innen, u.a. ...

... Karl Larsson, der diese Einladungen aus ...

... Schweden mitgebracht hatte.

Wissenschaftliche Gesellschaften des Gastgebers Irland vergaben drei Preise...

Das Institut für Physik an ...

... Daniel Zion Kang (USA) für seine malbare Elektronik, ...

...der irische Forschungsrat an ...

Dahyeon Choi (Südkorea) für das interaktive künstliche-Intelligenz-Vorleseprogramm...

... sowie die Wissenschaftsgesellschaft an ...

... Qingyang Wang (China) für ihre Studien zu Kohlenstoffpartikel, die Brustkrebszellen markieren könnten

Spezialpreise - belohnt mit Reisen zu Forschungseinrichtungen und Ausstellungen

Das Gemeinsame Forschungszentrum JRC (Joint Research Centre), ein Programm der EU-Kommission vergab für drei Projekte jeweils einen zweitägigen Aufenthalt im JRC-Institut im italienischen Ispra und zwar für ...

Aleksandar Kostadinov Shopov und Atanas Konstantinov Stefanov aus Bulgarien für ...

... für das Suchen und Finden junger Sterne durch Farbvergleiche sowie für ...

... Lisa Battistini, Thomas Boissin und Léo-Nils Boissier aus Frankreich ...

... bauten einen kostengünstigen Mechanismus, digitale Informationen haptisch auf Papier oder Plastik zu drucken, so dass menschen mit Sehbehinderung sie greifen können ... und schließlich an ...

Stefan Gruber-Hofer, Johannes Ortner und Michael Eder (HTL Saalfelden, Österreich) für das oben beschriebene Projekt ...

... Probenahme für feste Recyclingstoffe.

Sharon Snyder, Managerin der renommierten und größten Computermesse für jugendliche Wissenschafter_innen Intel ISEF, konnte drei Einladungen für die nächstjährige Messe in Phoenix (US-Bundesstaat Arizona) übergeben und zwar an...

Ivaylo Malino Thelev (Bulgarien) für

... die Reduzierung sogenannter "Gauß'scher Verunreinigungen" in digitalen Bildern und ...

... an Ginés Marin Martinez (Spanien) für ...

... für seine Untersuchung über sogenannte kollaborative Wirtschaft und (un-)faieren Wettbewerb am Beispiel von Uber und BlaBlaCar sowie für

Tobia Simon Ochsner (Schweiz) für ...

... die Erstellung von Playlists mit Hilfe künstlicher Intelligenz aufbauend auf einem vorgegebenen Song...

... die drei Intel-ISEF-Teilnehmer mit der Vertreterin dieser messe und dem Jury-Vorsitzenden

Für das EIROforum, das acht europäische Forschungseinrichtungen unterstützt, sprach ...

... Duarte Borba und konnte jeweils einwöchige Einladungen zu diesenTop-Forschungs- und Wissenschaftszentren überbringen und zwar an ...

Eurofusion JET lädt nach Culham in Großbritannien und zwar ...

... Paraskevi-Marina Kandreli, Nikolas Panagiotis und Konstantinos Lolos aus Griechenland (erstmals seit einigen Jahren wieder dabei) ...

... für die Entwicklung eines Algorithmus mit dem autonome Geräte über Fernbedienung doch beeinflusst werden können

Eine Woche im deutschen Heidelberg im molekularen Biologie-Labor (EMBL) gibt es für ...

...Janka Motešicka aus der Slowakei für ...

... dafür, das sie herausgefunden haben, dass das Enzym PKCð zwei gängige Methoden bei der Krebsbehandlung verbessern könnte.

Die vielleicht am weitest entfernte EU-Forschungsstelle liegt in Chile, das Südliche Observatorium (ESO) und dort darf ...

Sébastian Christophe Garmier (Schweiz) hinfliegen als Belohnung für ...

... für die Programmierung einer Software zur Berechnung von Fotos aus schwarzen Löchern und naheliegenden Objekten

Die europäische Raumfahrtbehörde ESA lädt einen EUCYS-Teilnehmer zu einer wissenschaftlichen Konferenz ein und zwar...

... Max von Wolff (Deutschland), ...

... der eine Methode entwickelte anhand der Größenunterschiede von Regentropfen noch genauere Wettervorhersagen treffen zu können.

Eine Woche in Genf (Schweiz) am CERN kann ...

... Kasper Fredenslund (Dänemakr) verbringen, der ...

... neuronale Netzwerke nutzen will, um kleinste Teilchen außer den Higgs Boson zu erkennen.

Grenoble (Frankreich) beheimatet das European Synchrotron Radiation Faciliy (Strahlungseinrichtung) und dorthin reist ...

... Emily Shao Ting Xu aus Großbritannien, die ...

... die an kostengünstigeren Methoden zur Trennung bestimmter gemischter chemischer Flüssigkeiten forscht.

Ebenfalls in Grenoble sitzt das Institut Laue-Langevin, wohin ...

Ittai Eden (Israel) reist, der ...

... an einer Methode forscht mit Hilfe der Veränderungen des Erdmagnetismus uraltertümliche Gegenstände genauer datieren zu können.

Das XFEL, das Institut zur Erforschung von Röntgen und elektronischen Laserstrahlen in Hamburg (Deutschland), lädt ...

Joshua Luke Mitchell (Großbritannien) ein, ...

... der einen sehr kostengünstigen Selbstbau-3D-Drucker kreiierte.

Weitere Spezialpreise

Der Preis des BBI JU (gemeinsame Bio-Industrie) mit einem Studienaufenthalt in Belgien, ...

... überreicht von Ana Costa, der Vertreterin des BBI JU, geht an ...

... Gabija Imbrasaitė aus  Litauen,...

... die an einem bioplastischen Film zur Konservierung von Birnen arbeitete.

Die europäische "Food & Drink"-Industrie übergab 2000 € an ...

Ioanna Karaiskaki, Anna Maria Agathokleous und Pavlos Makrides aus Zypern für ...

... für die Erforschung von Möglichkeiten mit Hilfe von Mikroorganismen Plastik und Mikroplastik-Abfälle zu zersetzen, um das Meer davon zu befreien.

Die Organisation CarGill verschreibt sich nachhaltigen Lösungen in der Ernährung und lädt zum Entwicklungszentrum im belgischen Vilvoorde ein und zwar ...

... João Maria Pinto Leite, Mário Jorge Queirós Ribeiro und Catarina Isabel Fonseca Brandão (Portugal) für ihr Projekt ...

... "Entofarm.PT" - zur Züchtung von Heimchen als proteinreicher Ernährungsalternative

Der Kerry-Preis - verbunden mit einem späteren Aufenthalt in Dublin - wurde überreicht von  ...

Yvonne Traynor, der Vizepräsidentin der Kerry-Gruppe an ...

... Blanka Novák aus Ungarn für ...

... ihren innovativen Forschungsansatz aus dem "gemeinen Bocksdorn" (neuerdings eher als Goji-Beere bekannt) Mikroben zu extrahieren, die gegen Lungeninfekte wirksam sein könnten.

Der "Tate&Lyle"-preis mit einemBesuch in französischen oder deutschen Labors geht an ...

... Annija Kotova und Kārlis Emīls Vītols (Lettleand) für die Erforschung der Pflanzen, die den Bienen rund um die eigene Schule dienen,

1000 € vergab EuCheMS an ...

... Leandra Marie Viktoria Zinke, Katarina Juhart und Sofia Quitter von der European School für ...

... ihre Versuche, eine Schicht aus antibakteriellen Silber-Kleinsteilchen künstlich herzustellen.

Das internationale Schweizer Talenteforum lädt ...

... Ivaylo Malino Zhelev aus Bulgarien ein, der ...

... an der Reduzierung sogenannter "Gauß'scher Verunreinigungen" in digitalen Bildern arbeitet.

Der Preis der bulgarischen Sommer-Akademie mit Einladung zu einer solchen ging an ...

... Tobia Simon Ochsner (Schweiz) für ...

... die Erstellung von Playlists mit Hilfe künstlicher Intelligenz aufbauend auf einem vorgegebenen Song...

Die Salvetti-Stiftung vergab 2000 € an ...

... Mariia Andreevna Soloveva (Russland) für ...

... für ihre Forschung, Metalle vor Korrosion zu schützen.

Der Preis von Prace (Partnership for Advanced Computing in Europe) mit dem Besuch in einem "Supercomputer"-Zentren dieses Verbundes ging an ...

... Filip Kučerák aus der Slowakei für ...

... die Entwicklung eines Algorithmus, der hinter dem Wachstum von Bäumen steckt und die Programmierung einer App dazu (Trevo)

Schließlich lädt die Wissenschafts-Expo in Luxemburg zu einem Besuch ein und zwar ...

... Simon Meehan aus Irland für ...

... seine Untersuchungen antimikrobischer Wirkungen von Früchten und Blättern.

Weitere Fotos von der Award Ceremony im Dubliner Schloss

Gruppenfotos aller Preisträger_innen

Zum Auftakt spielte die Band Jiggy - miiiiitreieieieißend...

Ebenso wie später die verschiedenen preisträger_innen bekam die Band viel Applaus...

Irische und Europahymne gespielt von der jungen Geigerin Ciara Judge ...

... begleitet am Keyboard...

Grüße von Tony Fagan, Vorsitzender der EUCYS-Jury...

... und von Tony Scott, einem jahrzehntelangen Pionier jugendlicher Wissenschafter_innen in Irland...

... sozusagen von alt und doch ewig-jung zu ...

... Jugendlichen von heute

Irlands Ministerin für höhere Bildung, Mary Mitchell O'Connor, ...

...

Namens der EU-Kommission begrüßte und beglückwünschte der ...

... stellvertretende Direktor der Generaldirektion für Forschung und Innovation, ...

... der Österreicher Wolfgang Burtscher

.. hier mit Karen Slavin von der Generaldirektion für Forschung und Innovation, eine langjährige Begleiterin von EUCYS...

Die Moderatorin des Nachmittags ...

...

...

Nicht zuletzt wurde - traditionell - die EUCYS-Flagge ...

... weitergereicht: Von Mari Cahalane (für die diesjährige irische Veranstaltungsorganisation) über Karen Slavin von der EU-Kommission an Ivan Dimov in Vertretung des bulgarischen Bildungsministeriums - in Sofia findet EUCYS 2019 statt.

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