Ab ins Beet

Geometrie oder romantische Wildnis? Hortensien oder Heckenrosen? Die besten Gärtner verraten uns ihre Tipps und neue Trends für das kommende Gartenglück.
Eine Frau schneidet purpurfarbene Kosmeen in einem Garten.

Kaum schmilzt der letzte Schnee, kämpfen sich die ersten zarten Triebe durch den Boden. Aber nicht immer sind wir davon begeistert. Denn das frische Grün könnte sich später als Liebstöckel, Löwenzahn oder gar als Brennnessel entpuppen – Pflanzen, die nicht jeder haben will. Spätestens jetzt stellt sich die Frage nach der Gestaltung. „Die heurigen Gartentrends gehen vom Naturgarten, über den romantischen Garten, zum formalen geometrischen Grün ohne bunte Blumenpracht und zu einem modernen japanischen Garten“, sagt Markus Lederleitner. Welches Modell sollen wir uns anlegen? Spielt die Pflege eine Rolle?

Zwei hängende Korbsessel in Grün und Orange schmücken einen sonnigen Gartenweg.

Ein Lounge-Set mit Sofa, Liege und Tisch steht auf einer begrünten Dachterrasse mit Pool.

Eine Reihe bunter, kegelförmiger Stühle steht vor einem Blockhaus unter einer kanadischen Flagge.

Eine blau-grüne Hortensie der Sorte „Magical Four Seasons“ in einem blauen Topf.

Hydrangea Magical Æ Revolution
Eine Buddha-Statue sitzt inmitten eines üppigen Gartens mit Ahorn und anderen Pflanzen.

Eine Frau mit Hortensien im Garten neben einer Statue.

Angelika Starkl "Mein Stückchen Erde"
Eine Dachterrasse mit Holzfußboden, Pflanzen und einem Sonnensegel.

Ein Garten mit weißen Gartenmöbeln und einer Mauer mit rosa Hortensien.

Ein gelber Kasten mit der Aufschrift „Agrumi di Sicilia“, bepflanzt mit Kräutern, Salat und lila Blüten.

Eine lächelnde Frau trägt eine Kiste mit verschiedenen Pflanzen.

Zartrosa Rosen blühen in einem silbernen Pflanzgefäß vor einem Baum.

Nahaufnahme von weißen Hortensienblüten mit grünen Blättern.

Ein farbenfroher Sessel steht auf einem Holzweg in einem üppigen Garten.
Ein guter Garten braucht eine gute Idee – nach diesem Grundsatz gestaltet der Tullner Familienbetrieb Kramer & Kramer erfolgreich die Wohnzimmer im Freien. Der Juniorchef sagt, „heuer sind Solitärpflanzen, große Pflanzen mit besonderer Wuchsform, wie etwa Rhododendron, sehr beliebt. Die Pflanze dient auch als Skulptur und Kunstobjekt.“ Und was raten uns andere renommierte Gärtner? Denn sobald der Schnee weg ist, heißt es hinaus zur Gartenarbeit. „Je früher Frühlingspflanzen im Freien gepflanzt werden, desto besser. Auch wenn es noch einmal kalt wird“, sagt Gärtner Franz Praskac. „Die Pflanze der Saison heißt Hortensie. Es gibt viele neue Sorten, die mit leichter Bodenverbesserung in jedem Garten wachsen. Kaum jemand weiß aber, dass es auch eine Kletterhortensie gibt, die an schattigen Mauern wächst.“

Jetzt im März sollten vor allem erst die Pflanzen vom Winterschutz befreit werden. Gräser und Stauden, die als Winterdekoration gedacht waren, sollten zurückgeschnitten werden, vorgetriebene Zwiebel, wie Narzissen und Tulpen, dürfen in den offenen Boden gesetzt werden, dabei sollte gleich der Langzeitdünger bei Rasen, Rosen, Strauch- und Staudenbeeten aufgetragen werden, Lavendel, Bartblumen und Sommerflieder zurückschnitten werden. „Bei der Entstehung des Gartens ist es wichtig, einen Bogen zwischen Architektur und Bewohner zu spannen. Natürlich müssen auch Klima und Umgebung berücksichtigt werden“, sagt Markus Lederleitner. „Die verschiedenen Gartentypen bewahren ihre Gültigkeit über Jahrzehnte, fast wie historische Parkanlagen.“ Etwas flexibler können alle sein, die Terrassen oder Balkone begrünen. Töpfe und Tröge sind mobil und erlauben, schnell einen Naturkräutergarten anzulegen. „Im nachhaltigen Porzellankisterl kommen die ersten Frühlingskräuter gut zur Geltung. Besonders, wenn dazwischen ein paar Veilchen gepflanzt werden. Wer will, kandiert sie zum Dessert“, sagt Karin Doll. „Damit Gemüsebeete schneckenfrei bleiben, sollten jetzt Hochbeete angelegt werden“, sagt Gartenarchitekt Clemens Lutz. „Die passen perfekt auf Terrassen.“ Er setzt sogar Wasserläufe auf Dachgärten um. So individuell gestaltet, können Österreichs Gärten durchaus mit dem Gartenparadies Englands mithalten.

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