Promis im Steinbruch: Vom Regen in die "Tosca"

Erste Premiere der Neo-Intendantin Hofmeister fiel fast ins Wasser.
Drei Personen stehen unter einem Regenschirm an einer Bar im Freien.

Ich schaue die ganze Zeit zum Himmel, beobachte die Wolken und hoffe auf eine freundliche Sonne", sagte Robert Dornhelm am Mittwoch noch kurz vor der Premiere seiner dritten Inszenierung im Steinbruch von St. Margarethen.

Drei Personen stehen im Regen, geschützt durch Regenschirme und Regenmäntel.
Wolfgang Waldner, Helene von Damm, Peter Weck
Drei Frauen stehen lächelnd unter Regenschirmen.
Mama Karlich, Barbara Karlich, Konstanze Breitebner
Wenig Zuversicht herrschte dagegen unter den VIP-Gästen – Lotte Tobisch, Barbara Karlich oder Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser–, die Puccinis "Tosca" in der imposanten Naturkulisse genießen wollten. Als Peter Weck, Barbara Karlich& Norbert Blechaeintrafen, goss es in Strömen. Eine gute Stunde "kuschelte" man sich, teils unter Sonnenschirmen, zusammen.
Eine lächelnde Frau mit Brille steht unter einem karierten Regenschirm.
Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser in St. Margarethen
Dann gab es halbstündige "Durchhalteparolen" von der Hohen Warte. Dornhelm lief vom Regen in die Traufe verzweifelt herum und brummelte unentwegt: "Wahnsinn, furchtbar!" Der Regisseur wird, so verriet er, vermutlich im nächsten Jahr eine künstlerische Pause im Burgenland einlegen. Nicht, weil 2016 die Passionspiele im großen Steinbruch Einzug halten (und Donizettis "Liebestrank" auf die kleine Bühne ausweichen muss): "Nein, ich habe zwei Kinoprojekte, für die es sehr bald grünes Licht geben könnte. Außerdem bin ich mit der Oper nur Fremdgänger – der Film ist und bleibt mein angestammtes Metier."

Über seine Zusammenarbeit mit der just zur Feuertaufe begossenen Neo-Intendantin Maren Hofmeister geriet Dornhelm ins Schwärmen: "Sie ist zauberhaft, eine stets lächelnde Erscheinung!"

Ihr Vorgänger, Wolfgang Werner, der ja im Vorjahr nach Insolvenz der Betreiberfirma seinen Abschied nehmen musste, wurde bei der Premiere gar nicht erwartet.

Ein Mann und eine Frau in Regenponchos lächeln in die Kamera.
Mausi & Harald Serafin
Harald Serafinfröstelte lange dem Ereignis entgegen. Seine Tochter Martina Serafin sollte erstmals im Steinbruch in der Titelrolle brillieren. Doch statt vom Regen in die Tosca fiel der Traum fast ins Wasser. Hut ab vor all den patschnassen Pelerinen-Promis, die sich an warme Teller vom Büffet klammerten, aber die Hoffnung – dank trockenem Humor – nie aufgaben.

Punkt 22 Uhr schloss der Himmel gütig die Schleusen – zur Oper für Opfer ...

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