Jürgen Wilke: Immer wieder von vorn beginnen

Buchpräsentation: Der ehemaligen Burgtheater-Star erzählt in seinen Memoiren, wie er Krankheit und Not überlebte und als Schauspieler reüssierte.
Ein Mann in Tracht posiert mit zwei Frauen und hält ein Buch in die Kamera.
Zwei Frauen mittleren Alters posieren lächelnd vor einer Treppe.

Selbst der Festsaal im Wiener Rathaus wäre zu klein gewesen: Wenn Kammerschauspieler Jürgen Wilke zur Präsentation seiner Biografie "... und immer wieder von vorn" (Amalthea Verlag) ruft, dann kommen alle Familienmitglieder, Weggefährten und Freunde des ehemaligen Burgtheater-Stars.

Jürgen Wilke hält sein Buch „Immer wieder von vorn, Mein Leben“ mit einer Frau an seiner Seite.

Bereits 15 Minuten vor der offiziellen Begrüßung durch Wilkes Lebensgefährtin Helene von Damm war kein einziger freier Sitzplatz im Eroica-Saal des Österreichischen Theatermuseums zu finden. Lotte Tobisch, Sissy Waldheim, Ursula Stenzl, Senta Wengraf, Sybilla Antel und Christa Mayrhofer - Dukor samt Tochter Eva Walderdorff zählten zu den Glücklichen, die noch im Hauptsaal Platz nehmen durften. Andere Freunde wie Rudolf Buchbinder, Klaus Liebscher und Produzent Michael Wolkenstein mussten mit einem Sessel im Vorraum vorlieb nehmen. Auch kein Problem.

Zwei ältere Frauen sitzen nebeneinander und schauen einander an.

Der gebürtige Berliner war nicht nur einmal in seinem Leben durch Krankheit und Not aus der Bahn geworfen worden: Mit 22 Jahren übernahm er nach dem Tod seiner Mutter die Verantwortung für seine damals 8-jährige Schwester. Auch als er seine Schauspielkarriere aufgrund einer Tuberkulose-Erkrankung für zwei Jahre unterbrechen musste (damals gab es noch keine Antibiotika), verließ ihn sein Mut zum Weitermachen nie. Wilke stolz: "Diese Krisen halfen mir später, als Intendant alle Hürden zu meistern."

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