Lichterkette um Regierungsviertel

Protest gegen FPÖ-Regierungsbeteiligung in der Wiener Innenstadt. Angaben über Teilnehmer gehen stark auseinander.
Eine Menschenmenge demonstriert mit Kerzen und einem Schild gegen Nazis im Parlament und für Geschichtsbücher.

Als Protest gegen eine mögliche Regierungsbeteiligung der FPÖ haben sich Mittwochabend Tausende in der Wiener Innenstadt versammelt. Mit Kerzen, elektrischen Lampen und vereinzelt Fackeln bildeten sie eine Lichterkette um das Regierungsviertel.

Die Angaben zur Teilnehmeranzahl an der Lichterkette im Wiener Regierungsviertel sind wie oft auseinander gegangen. Während die Veranstalter im Laufe des Abends von 8.000 bis 10.000 Teilnehmern ausgingen, schätzte die Polizei laut Aussendung die Zahl auf rund 3.000. Polizeilich relevante Vorfälle gab es nicht.

Eine große Menschenmenge hält bei Nacht eine Mahnwache mit Kerzen in Wien ab.
ABD0061_20171115 - WIEN - ÖSTERREICH: Lichterkette SOS Mitmensch am Ballhausplatz am Mittwoch, 15. November 2017, unter dem Motto "Unsere Ministerien nicht in die Hände von Rechtsextremen!" in Wien. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER
Alexander Pollak von SOS Mitmensch erklärte: "Auch wenn die Kerzen den Eindruck erwecken, soll die Lichterkette keine Referenz zum Lichtermeer von 1993 sein."
Eine Gruppe von Menschen hält brennende Kerzen in der Hand.
ABD0066_20171115 - WIEN - ÖSTERREICH: Lichterkette SOS Mitmensch am Ballhausplatz am Mittwoch, 15. November 2017, unter dem Motto "Unsere Ministerien nicht in die Hände von Rechtsextremen!" in Wien. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER
Denn die Situation "sei eine ganz andere." Es gehe "ganz konkret um Personen", die Verbindungen ins rechtsextreme Lager haben. Das betreffe "große Teile der FPÖ-Parteiführung". Diese dürften keine Ministerposten erhalten.

Im Internet angekündigte Störaktionen sind bisher ausgeblieben.

Lichterkette gegen Schwarz/ Blau

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