Medizin-Mythen: Helfen Kinesio-Tapes gegen Kreuzschmerzen?

Kinesio-Tapes werden häufig zur Behandlung von Sportverletzungen eingesetzt.
Die bunten Klebebänder sind in den vergangenen Jahren populär geworden und sollen auch gegen Schmerzen im unteren Rücken helfen.

Kinesiotapes wurden einer breiten Öffentlichkeit durch die Olympischen Spiele in Peking und London bekannt. Dort trugen viele Athleten die bunten „Klebebänder“ auf der Haut.

Andauernde Kreuzschmerzen

Kinesiotapes sollen auch gegen chronische unspezifische Schmerzen im unteren Rücken helfen – das sind länger andauernde Kreuzschmerzen, für die sich keine speziellen Ursachen wie etwa Bandscheibenprobleme festmachen lassen. Theorien zufolge sollen die dehnbaren Tapes eine Lockerung und bessere Versorgung der darunter liegenden Muskulatur bewirken.

Keine positiven Studienergebnisse

Das Team von Medizin-transparent an der Donau-Universität Krems (www.medizin-transparent.at) hat nachgeforscht, wie der aktuelle Stand des Wissens ist. Für ihre Conclusio haben sie in wissenschaftlichen Datenbanken gesucht und die besten verfügbaren Studien zum Thema herangezogen. Dabei wurden knapp 300 Erwachsene mit mittelschweren Kreuzschmerzen bis zu 24 Wochen lang beobachtet. Demnach scheint das Kinesiotaping leider keinen positiven Effekt zu haben.

Allerdings ist dieses vorläufige Überblicksergebnis nicht solide abgesichert; denn die zugrunde liegenden Studien sind nur klein und auch nicht sonderlich gut miteinander vergleichbar. Schlecht erforscht sind auch die möglichen Nebenwirkungen von Kinesiotapes bei Kreuzschmerzen.

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