Wenn Babys nicht mehr (voll) gestillt werden, sind sie auf Muttermilchersatz auf Pulverbasis angewiesen.

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Genuss
10/24/2019

VKI unterstützt foodwatch: Warnung vor Baby-Milchpulver

MOAH "gehören definitiv nicht in Lebensmittel": VKI rät Eltern vorläufig zu Produkten aus Kartonverpackungen.

Die von foodwatch in bestimmten Babymilchpulvern festgestellten aromatisierten Mineralölrückstände (MOAH) "gehören definitiv nicht in Lebensmittel", sagte Birgit Beck, Ernährungswissenschafterin beim Verein für Konsumenteninformation (VKI), auf APA-Anfrage. Die Forderungen nach Rückruf und Verkaufsstopp seien daher gerechtfertigt, ebenso wie eine Null-Toleranz beim Nachweis in Säuglingsnahrung.

Das Problem MOAH sei zwar bekannt, aber vergleichsweise neu, deshalb fehlten Grenzwerte, meinte Beck. Wegen der krebserregenden, erbgutschädigenden und hormonell wirksamen Eigenschaften seien sie für Säuglinge und Kinder besonders kritisch.

Alternative: Milchpulver in Beutel und Kartonverpackung

Eltern rät die VKI-Expertin bezüglich der beanstandeten Produkte daher: "Ich würde sie derzeit nicht verwenden, außer es gibt Entwarnung." Verunsicherte Konsumenten sollten sich vielmehr an den Hersteller wenden.

Nach bisherigem Wissensstand sei offenbar die Verpackung in Weißblechdosen das Problem. Als Alternative gibt es in Beutel und eine Kartonumverpackung gefüllte Milchpulver. "Bei einem Test solcher Produkte hat der VKI im Jahr 2016 keine dieser Substanzen nachgewiesen", sagte Beck. Pulver aus Dosen waren damals nicht untersucht worden.

Die Expertin hob die bisher "schwierige Analytik" hervor: Vor einigen Jahren habe ein anderer Test der Wiener Konsumentenschützer MOAH in Schokoladen nachgewiesen. "Damals konnte das in Österreich noch kein Labor, später dann nur mit hohen Nachweisgrenzen. Mittlerweile gibt es aber Labore, die das ganz gut können."

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