Mithridat als Gegengift gegen schlechtes Essen

Mehrere Personen sitzen an Tischen und beschäftigen sich mit Pflanzen und Flaschen.
Stefan Brandtner eröffnet den Salzburger ein Lokal im ehemaligen Purzelbaum im Nonntal.

Eine kleine Worterklärung zum Einstieg: Mithridāt, der, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, eine sehr alte aus vielen Kræutern und andern Mitteln zusammen gesetzte Arzeney wider das Gift, so wohl bey Menschen als Thieren; und in weiterer Bedeutung oft eine jede wider das Gift kræftige Arzeney. Von dem Kœnige Mithridates, welcher durch eine hæufige Genießung einer solchen Arzeney alle Arten des Giftes ohne Schaden soll haben vertragen kœnnen.

Quelle: Grammatisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Johann Christoph Adelung, Leipzig 1793

Stefan Brandtner, Martin Kilga, Anita Wilhelmer und das bewährte Brandtner Team starten nach den Pop-Up-Restaurants Brandtner 63 und Brandtner und seine Leit' das dritte temporäre Projekt in Salzburg – wieder in einer ehemaligen Gastronomie-Location: dem seit längerem geschlossenen Restaurant Purzelbaum im Nonntal, einer Institution der lokalen Spitzengastronomie.

Das Gebäude, in dem sich das Restaurant befindet, wurde im 15. Jahrhundert „Mithridathäusl“ genannt und beherbergte sogenannte „Ölträger“, die mit Mithridat (eine Art Universalmedizin und Gegengift aus 54 verschiedenen Ingredienzien) und anderen Hausmitteln aus diversen Kräutern und Naturwirkstoffen von Haus zu Haus zogen, um damit Leiden zu kurieren.

Brandtners Mithridat nimmt dieses Thema auf und übersetzt es aufs Essen: Gesunde, allergenfreie, leichte und natürlich geschmackvolle Gerichte als Gegenpol zu einer skrupellosen Lebensmittelindustrie, die sich weit entfernt hat von der ursprünglichen Bedeutung LEBENSmittel. In Brandtners Mithridat werden Gerichte aus ECHTEN Lebensmitteln gekocht, die von ehrlichen Produzenten stammen und die nicht nur gut schmecken, sondern auch gut tun. Wurzeln, Kräuter, Fleisch, Fisch, Gemüse und viele weitere Zutaten, die frisch sind und so erzeugt wurden, wie die Natur es vorgesehen hat.

Aus diesen Lebensmitteln komponiert Küchenchef Martin Kilga mit seinem Team gesunde Köstlichkeiten. Auf raffinierten Zucker und Kohlenhydrate wird großteils verzichtet, Kräuter und Gewürze werden eine sehr große Rolle spielen. Es wird viel Selbstgemachtes im Angebot sein: Sirup, Tee und Limonade, die auch im Gassenverkauf erhältlich sind.

Das Speisenangebot wird sich der vielen Konzepte der gesunden Küche annehmen und die spannenden Möglichkeiten und geschmacklichen Nuancen ausloten, die sich daraus ergeben. Pop up im Pop up: Von vegan bis zur Paläo-Ernährung des Steinzeitmenschen, von der Montignac-Methode bis hin zur Laktose-Unverträglichkeit wird es zusätzlich wechselnde Themen-Menüs geben, die spezielle Ernährungsmethoden aufgreifen.

Auch Allergiker kommen dabei auf ihre Kosten und werden mit geschmackvollem Essen verwöhnt, das auf ihre speziellen Bedürfnisse Rücksicht nimmt.

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