Genuss
04.11.2018

Zehn typisch europäische Speisen und wo man sie essen sollte

Von der Pizza bis zu Köttbullar: Genuss-Klassiker aus Europa und wo sie am besten schmecken.

Travel- und Foodspezialisten von "Lonely Planet" empfehlen in einem neuen Buch („Ultimative Foodie-Ziele“, Verlag MairDumont, € 31,-) 500 Spezialitäten und unvergessliche kulinarische Ziele rund um den Globus. Wir haben zehn Europa-Destinationen daraus für Sie ausgesucht.

Pintxos in San Sebastian

Man kennt sie außerhalb des Baskenlandes als „Tapas“, viele herrliche Kleinigkeiten und ein paar Drinks. Idealerweise erlebt man das in San Sebastian in Form einer Kneipentour, in deren Rahmen man sich mit Pintxos ernährt und allerlei dazu trinkt.

Smörrebröd in Kopenhagen

Das dänische „Butterbrot“, klar – was denn? Aber freilich nicht irgendein Brot, sondern Roggenbrot plus Butter plus viele, viele Sachen oben drauf. Von eingelegtem Hering bis Blauschimmelkäse, Äpfel, Birnen. Wo? Als diesbezügliche Institution gilt das Restaurant Schønnemann mit über 100 Varianten der dänischen Spezialität.

Pizza Margherita in Neapel

„Hier eine Margherita zu essen, ist fast eine religiöse Erfahrung“, heißt es im Buch von „Lonely Planet“. Als Meister der Pizza gilt Di Matteo in der Via die Tribunali 94, wo aus großen, himmelblau gekachelten Öfen lockere, heiße Pizzas direkt auf dem Teller landen.

Porceddu in Sardinien

Eine Köstlichkeit, die aus dem bergigen Binnenland der Insel kommt: Ein ganzes Ferkel, das stundenlang über einem mit Myrte, Thymian, Oregano, Minze, Basilikum, Lorbeerblättern, Majoran und Apfelbaumholz geschürten Feuer gegrillt wird. Aufwendig, weshalb es meist bei Festen gereicht wird. Daher wird empfohlen, für eine Einladung bei Freunden zu sorgen oder sich ein B & B zu organisieren.

Köttbullar in Stockholm

Ja, es gibt die Fleischbällchen nicht nur bei Ikea. In Stockholm gibt es jedenfalls die größte Auswahl, wenngleich Köttbullar im ganzen Land Tradition haben. Die Bällchen werden aus gemischtem Faschiertem gemacht, durchaus mit Rentier, mit Semmelbrösel und Piment vermischt. Serviert werden sie in einer flachen Schale auf Kartoffelpüree, mit Sauce. Wo? Zum Beispiel im Tranan– das Lokal ist laut „Lonely Planet“ berühmt dafür.

Suppli in Rom

Es handelt sich dabei um die römische Variante der Reiskrokette. Sie besteht aus Risottoreis in Tomatensauce, wird mit Fleisch oder Mozzarella gefüllt, weiters in Eigelb und Semmelbrösel gewälzt. Das Ganze zieht beim Essen schöne Fäden. Traditionelle Suppli gibt es etwa bei La Gatta Mangiona.

Trdelnik in Prag

Eine süße Angelegenheit mit Suchtgefahr! Trdelnik sind Spiralen aus mit Zucker bestreutem Teig, sie duften nach Zimt, sind noch dazu knusprig. Es gibt sie auch mit Schokolade gefüllt. Manche Konditoreien befüllen sie auch mit Eis. Gibt es in allen Prager Bäckereien oder an Imbissständen.

Moules frites in Brüssel

Traditionell werden die Muscheln mit Schalotten, Knoblauch, Weißwein und Schlagobers gekocht – dazu werden Pommes frittes serviert. In Belgien gibt es sie überall, besonders schmecken sie aber laut „Lonely Planet“ im „Le Zinnekein der Hauptstadt, wo man 70 unterschiedliche Varianten anbietet. Etwa Muscheln mit Bier oder Sake und scharfem Chili.

Tarte Tatin im Loiretal

Der umgekehrte Apfelkuchen besteht aus karamelisierten Äpfeln und knusprigem Teig, ein Klassiker. Daher auch eine „Legende“ zur Entstehungsgeschichte: Stephanie Tatin, Mitbesitzerin des Hotels Tatin in Lemotte-Beuvron, rettete eine Pfanne für eine Füllung mit Apfelkuchen, indem sie Blätterteil darüber gab und das dann in den Ofen schob. Daher auch die Empfehlung, das Hotel in Sachen Tarte mal zu besuchen.

Insalata Caprese auf Capri

Wenn auf Capri die Sonne untergeht… ja dann sollte man etwas Passendes dazu essen. Dieses Gericht ist sehr einfach, aber schmeckt gerade im Sommer fantastisch: weicher Büffelmozzarella, große, reife Paradeiser, dazu frische Basilikumblätter und darüber Olivenöl. Sonst nichts. Wo? Auf der Terrasse des Terrazza Brunella, mit Blick auf das Meer.