Genuss
16.06.2017

Geschichte des Kühlschranks

Geschichte des Kühlschranks

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200 Pferde und zahlreiche Ochsengespanne umfasste der Fuhrpark der 1898 gegründeten "Eisfabrik der Approvisionierungs-Gewerbe in Wien" in ihren besten Zeiten. Die mäßig isolierten Holzanhänger versorgten Wiener Haushalte und Firmen mit Natur- und Kunsteis.

Zum Höhepunkt der Kunsteisproduktion (30er-Jahre) fuhren bereits Lkw, mit Aufkommen des Kühlschranks brach das Geschäft ein. Heute lagern die "Wiener Eisfabriken" Lebensmittel und pharmazeutische Produkte ein und produzieren Eisblöcke (bis zu 1 m³) für Kunst- und Werbezwecke.

Verderbliche Lebensmittel wurden früher in kühlen Räumen oder Kellern aufbewahrt. In Städten kamen im 19. Jahrhundert Eiskästen auf. Diese mit Metall oder Emaille insolierten Holzkästen verfügten über ein Fach, in dem die Eisstange eingeschoben wurde – und meist über einen Ablaufhahn, um das Schmelzwasser abzulassen.

Im Gegensatz zum Eiskasten kühlte der Kühlschrank eigenständig, man ersparte sich Eis nachfüllen und ständiges Putzen. Neben elektrisch betriebenen Modellen, die sich letztendlich am Markt durchsetzten, waren auch Geräte erhältlich, die über einen Gasanschluss verfügten.

Die ersten Kühlschränke in den USA (1930er-Jahre) sahen wie Maschinen aus. Das Kühlaggregat thronte bei manchen obenauf, wanderte aber auf die Hinterseite. In Europa kleidete man die frühen Modelle mit Holz oder Metall aus. Erst mit der Kunststoffausstattung kamen Fächer in die Innentüren.