Es wurde serviert: Die Gault Millau Gala

Gault-Millau-Herausgeber und Chefredakteurin Karl und Martina Hohenlohe präsentierten den Guide 2012 in edlem Rahmen.

Fast wie Weihnachten: Präsentation des Gault Millau 2012

Mittwoch, 19. Oktober, abends in der Stallburg der Spanischen Hofreitschule: Der Restaurantführer Gault Millau 2012 wurde präsentiert. 

Prominente Gäste waren da. Zu essen und zu trinken gab es reichlich. Die Zeremonie konnte mit einer Aufführung der nebenan anwesenden Lipizzaner durchaus mithalten. 

Einer der Höhepunkte des Events war allerdings nicht kulinarischer, sondern musikalischer Art. 

KURIER.at befragte einige prominente Gäste über ihr Verhältnis zum Essen, Restaurants und Haubenküche.

Im Bild: Karl und Martina Hohenlohe, Herausgeber und Chefredakteurin des Gault Millau Österreich. Dompfarrer Toni Faber ist kein Genussverächter und auch kein "Scheinheiliger" (so seine Selbstbeschreibung) - zumindest wenn es darum geht, wo er isst. Sein Lieblingsrestaurant ist nämlich das Steirereck und dazu steht Wiens Pfarrer Nummer eins auch. Mörbisch-Ikone Harald Serafin liebt gutes Essen und gute Küche, doch würde er das "auf keinen Fall daheim forcieren, dass es meine Frau nachkochen müsste." Darüber ist seine Gattin Ingeborg sicher sehr glücklich. Serafin weiter: "Ich bin dankbar für gutes Essen, aber nicht bestrebt es zu praktizieren."

Im Bild (von links): Ingeborg und Harald Serafin mit Karl Hohenlohe. An sein bislang bestes Essen kann sich Serafin noch sehr genau erinnern: "Es war in Zürich, 1969. Damals dachte ich zum ersten Mal 'Wow', so kann man auch essen." Welches Restaurant das war, ist ihm jedoch in der ganzen Begeisterung entfallen. 

Im Bild: Dagmar Koller und Harald Serafin Harald Serafin auf die Frage, wie er es mit der Konservenmusik halte, die in vielen Haubenrestaurants zum Besten gegeben wird: "Es ist schrecklich."

Im Bild: "Purzel" Klingohr, Ingeborg und Harald Serafin, Frau Klingohr. Minister Niki Berlakovich, ganz Politiker, auf die Frage, ob er gerne in Haubenrestaurants speise: "Ich esse überall gerne. Vom Würstelstand bis zum Wirten ums Eck bis zum Haubenrestaurant." Gibt es eine Zutat, die der Minister niemals essen würde, selbst wenn sie von einem Haubenkoch zubereitet würde? "Ich mag keine Shrimps."

Im Bild: Minister Niki Berlakovich und Hausherrin Elisabeth Gürtler. Gault Millau-Chefredakteurin Martina Hohenlohe war bis zum Beginn der Gala sehr nervös: "Die Vorbereitungen haben mich bis an meine Grenzen gebracht. Aber das war es wert."

Im Bild: Martina Hohenlohe mit Raiffeisen-Generalanwalt Christian und Rotraud Konrad. Die ewig junge Dagmar Koller verriet KURIER.at, dass sie Gault Millau-Guides sammelt. Selbst bezeichnet sie sich als gute Köchin, die gerne exotische Rezepte ausprobiert. Die Wiener Küche habe sie immer ihrer Schwiegermutter überlassen. Die sei darin Meisterin gewesen und die kluge Dagmar Koller wollte sich da früher schon auf keinerlei Wettbewerbe mit Frau Zilk einlassen. Zur Zeit geht sie am liebsten zum Gustl Bauer auf Eiernockerl und Palatschinken oder ins Vestibül zu Christian Domschitz. Sie ist außerdem ein bekennender Kohlenhydrat-Fan, ihre Figur behält sie dank "100 Jahre langem Training".

Im Bild: KURIER-Chefredakteur Helmut Brandstätter Rudolf "Purzel" Klingohr besitzt ja selbst ein Restaurant. Auf die Frage, ob er auch eine Haube anstrebe: "Alles, nur das nicht." Und weiter: "Ein Wirtshaus ist ein Wirtshaus, bei uns gibt es einen herrlichen Schweinsbraten und das Cous-Cous ist schon etwas Exotisches."

Im Bild: Dagmar Koller mit "Purzel" Klingohr. Bobby Bräuer, Koch des Jahres 2012, wärmte die Mägen und Seelen der Gäste unter anderem mit einem Rehcappuccino.

Im Bild: Matthias Engel und Bobby Bräuer (Koch des Jahres 2012) Christoph Wagner-Trenkwitz freute sich auf den Abend und auf ein Wiedersehen mit Karl Hohenlohe, den er auch am nächsten Abend treffen wird. Dann geht es nämlich nach Raiding, wo die beiden gemeinsam über Franz Liszt sprechen werden. Wenn es allerdings ums Essen geht, da ist Wagner-Trenkwitz daheim am Besten aufgehoben, wie er KURIER.at verriet: "Privat bin ich ja nicht unter drei Hauben", schwärmte er über die Kochkünste von Gattin Cornelia Horak. Dafür gab es dann später auch noch ein Bussi. Wenn es um Haubenlokale geht, bevorzugt der Opernkenner "Wirtshäuser" wie das Steirereck, oder auch den Taubenkobel. Dort fühlt sich das Paar besonders wohl, was vermutlich daran liegt, dass die beiden genau die gleichen Sternzeichen haben, wie das Ehepaar Eselböck. Die Damen sind Krebs, die Herren Zwilling. KURIER-Geschäftsführer Thomas Kralinger liebt natürlich gutes Essen, doch wirklich wichtig ist ihm das Ambiente im Lokal: "Ich muss mich wohlfühlen."

Im Bild: Thomas Kralinger (links) und Martina Hörmer (Chefin der REWE-Eigenprodukte wie Ja! Natürlich). Kamen etwas spät, blieben dafür länger: Peter Simonischek und Brigitte Karner. Margareta Reichsthaler, Obfrau der "Genuss Region Österreich", reist gerne mit Souvenirs der Gegend, die sie gerade besucht hat. Dieses Mal aus Vorarlberg in der Handtasche - ein handliches Stück Vorarlberger Bergkäse. Gewinner des Service Awards 2012 Restaurant Ikarus in Salzburg. Mâitre Ondre Kovar auf die Frage wie sich Essen und Service gegenseitig ergänzen oder stören können: "Man kann mit gutem Service ein mittelmäßiges Essen besser machen. Man kann mit schlechtem Service ein gutes Essen verderben." 


Im Bild: Ondre Kovar mit Matthias Berger (Restaurantleiter Ikarus im Hangar 7). Gesangliche Performance auf Vier-Hauben-Niveau: Ausnahmetalent Alois Mühlbacher gab ein Medley aus Carmen und anderen Opernhits, der Applaus war groß. Zum Abschluss der neue Restaurantführer, stilecht in die Stallburg eingeführt von einem Fiakergespann.
(KURIER.at / Lydia Kozich, Alexander Rabl) Erstellt am
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