© Michael Würmer

freizeit
03/26/2019

Verlangen, Lust, Unterwerfung - die Songs der Wiener Band CULK

Geile Stimme, krachende Gitarren und ein Sound, der nach großer Stadt klingt. CULK haben wirklich alles, was es braucht, um die Rock-Szene aufzumischen.

von Andreas Bovelino

Dieser Gesang. Manche Silben schmerzhaft gedehnt, andere vernuschelt, gequält, tief, dann wieder strahlend hoch – unglaublich. Und unglaublich gut. Sophie Löw, Sängerin der Wiener Formation CULK, ist etwas Besonderes. So wie ihre Band. Seit ihrer hypnotischen Debüt-Single „Begierde/Scham“ stehen sie ganz oben auf meiner Liste der „zu beobachtenden“ Acts.

Und ihre selbstbetitelte Debüt-CD  hält wirklich alles, was man sich versprechen konnte. Das Englisch gesungene „Salvation“ war schon letzten Monat einer meiner absoluten Lieblingssongs, „Faust“ ist härter,  direkter – und hat das Zeug zu meinem nächsten Favorite. Das instrumentale „Faust II“ klingt wie der Soundtrack für den apokalyptischsten Western, den es je gegeben hat,  „Chains Of  Sea“ und „Velvet Morning“ sind perfekte Gothic Blues.

Das Zeugl treibt kompromisslos, Bass und Synthie marschieren mit.  Und immer wieder diese tierisch guten Gitarrenfeedbacks, wie im grandiosen „Vollendung“, dessen Climax alles übertrifft, was wir heuer hören durften. Man denkt auch an Velvet Underground, wenn  Löw nicht vor intimen Texten über Verlangen und Erniedrigung, Unterwerfung  und Lust zurückschreckt. WIE sie das tut, muss sich vor John Cale nicht verstecken.

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