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freizeit
05/28/2019

Sir Elton John: Der Rekord Mann

Glam-Rocker, Clown, Barde – Elton John steht für Erfolg, niemand hat mehr Singles verkauft. Seine Karriere in vier Stationen.

von Andreas Bovelino

"Candle In The Wind 97“ – der Song für Lady Diana, der schon 1974 als melancholische Liebeserklärung an Marilyn Monroe ein veritabler Hit war, ist bis heute die am meisten verkaufte Single der Welt. Mehr als 33 Millionen Stück gingen über den Ladentisch.

Elton John ist der erfolgreichste männliche Solo-Künstler der Welt, fünf Grammys und fünf Brit-Awards hat er gewonnen, vor 21 Jahren wurde er von Queen Elizabeth geadelt, wenn er gerade keine Hits schreibt, arbeitet er an Musicals („Billy Elliot“) und Film-Scores, die natürlich auch Preise gewinnen („König der Löwen“). Das Erstaunlichste: Er spendet den Erlös aus Singles-Verkäufen seit Jahren komplett an Wohltätigkeitsorganisationen, engagiert sich leidenschaftlich für die Aids-Hilfe, ist begeisterter Europäer und lebt nach dem Motto „Lass uns Brücken bauen und keine Mauern“. Kurz gesagt, er ist einfach ein richtig klasser Kerl.

1. Dicker Reggie, gutes Kind

Reginald Kenneth Dwight wurde am 25. März 1947 in der beschaulichen Londoner Vorstadt Pinner, Middlesex, geboren. Sein Vater war bei der Royal Airforce, spielte auch Trompete in einer Big-Band. Und wollte aus dem pummeligen Buben, der schon mit sieben anfing Klavier zu spielen und Chopin liebte, einen Bankbeamten machen. Elton Johns Stiefvater verhalf ihm dafür zu einem Job als Bar-Pianist als er erst 15 war, mit 20 lernte er seinen genialen Songwriter-Partner Bernie Taupin kennen. Und schrieb hauptsächlich für andere Musiker.

Selbst ein Star werden? Kam für ihn nicht in Frage, er sah nicht wie einer aus ...

2. Pinball Wizzard

Von 1968 bis 1970 schrieben Elton John und Bernie Taupin „Easy Listening“-Tunes für andere Künstler. Erst mit 23 traute sich Elton selbst ins Rampenlicht. Dann aber ordentlich. In fantastischen Outfits begeisterte er mit frühen Songs wie „Your Song“, „Tiny Dancer“, Goodbye Yellow Brick Road“, „Rocketman“, Crocodile Rock“ die Fans. 1975 folgte seine Rolle  als „Pinball Wizzard“ in der Rock-Oper „Tommy“.   Im Andenken an Elton Dean und  Long John Baldry,  zwei Freunde aus seiner ersten Band, änderte Reggie Dwight seinen Namen 1972 offiziell in Elton Hercules John. Warum Hercules?  Wohl im Andenken an den römischen Superhelden mit der großen Keule.

3. Melancholischer Minnesänger

War Elton John jemals „outdated“? Man würde es glauben, schon aufgrund seiner exaltierten  Kostüme, seiner Campness. Aber nein, nicht einmal seine massive Drogenkrise in den späten 70ern und 80ern konnte seinen Erfolg stoppen.

„Don’t Go Breaking My Heart“, „I’m Still Standing“, „I Guess That’s Why They Call It The Blues“ – massive Hits. Dann  „Live Aid“ 1985 im Wembley Stadium.  „Nikita“, „Don’t Let The Sun Go Down On Me“, „Sad Songs“, sein Auftritt mit Axl Rose beim Tribute für Freddie Mercury  (1992).

Und natürlich seine unvergessliche Ode für Prinzessin Diana, 1997. Auch wenn er die gleiche Melodie schon 14 Jahre zuvor für Norma Jean Baker gesungen hatte: „Candle In The Wind“.

4. Elder Statesman

Heute ist der Mann gefragter denn je. Und schafft es tatsächlich Musical-Hits („König der Löwen“) zu schreiben UND gleichzeitig bei coolen Rockern und Hip-Hoppern begehrt zu sein („Two Fingers ...“ mit Jack White, „High“ mit Young Thug).

Und das ist vielleicht sein Geheimnis: Er spielte von Beginn an mit Bluesern und Rockern, Disco-Kings und Jazzern, war mit Außenseitern und Prinzessinnen befreundet. Schon 2006 erklärte er, dass er mehr mit Leuten wie Snoop Dogg, Kanye West und Pharrell Williams zusammenarbeiten will. Es ist die bedingungslose Offenheit, die ihn ausmacht ... Seit 1993 ist er mit dem kanadischen Filmemacher David Furnish liiert, am 21. Dezember 2014 haben die beiden geheiratet.

 

 

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